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  • 13.05.2011 · 18:02

  • von Sven Haidinger & Stefan Ziegler

Ricciardo: "Tosts Aussage ermutigt mich"

Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost kündigte an, 2012 mit Daniel Ricciardo zu planen - Wie der Ersatzpilot darauf reagiert und welche Schlüsse er nun zieht

(Motorsport-Total.com) - Lange galt es als offenes Geheimnis, kürzlich hat es auch Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost angekündigt: Wenn alles nach Plan läuft, wird Daniel Ricciardo spätestens 2012 vom Ersatzmann zum Rennfahrer befördert werden. Der australische Red-Bull-Junior soll 2011 "im Team lernen, soll alle Rennstrecken lernen, mit den Ingenieuren zusammenarbeiten und einen Eindruck gewinnen, wie er mit der Presse umgehen muss, was das Marketing bedeutet", so der Österreicher, "um dann 2012 für Toro Rosso Rennen zu fahren."

Daniel Ricciardo

Sonnyboy Daniel Ricciardo wähnt sich bei Toro Rosso auf dem richtigen Weg

Kein Wunder, dass die Aussage des Teamchefs auch Ricciardo Auftrieb gibt, der zwar bei seinen Freitagseinsätzen in der Formel 1 überzeugte, aber in der Renault-World-Series keinen Auftakt nach Maß hinlegen konnte. "Es freut mich zu hören, dass Franz diese Aussage gemacht hat", reagiert der 21-Jährige gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Ricciardo fühlt sich bestätigt

"Es ist nichts bestätigt, aber so etwas ermutigt mich natürlich", freut sich Ricciardo, um dann zu relativieren: "Andererseits ist es nur offensichtlich, dass das der Plan für mich ist. Man will nicht zwei, drei Jahre lang das Freitag-Training bestreiten - ich will nicht mit 35 Jahren Informationen für das Team sammeln."

"Es ist der Plan, dass ich im Renncockpit sitze, wenn ich schnell genug bin." Daniel Ricciardo

Ricciardo, der bei den Young-Driver-Tests für Red Bull in den vergangenen zwei Jahren jeweils mit sensationellen Bestzeiten verblüfft hatte, sieht die Aussage Tosts aber auch als Vertrauensbeweis und als Indiz dafür, dass er die Erwartungen des Teamchefs bisher erfüllt hat: "Es ist der Plan, dass ich im Renncockpit sitze, wenn ich schnell genug bin. Da er das gesagt hat, scheint er mit meiner Arbeit ziemlich zufrieden zu sein. Wenn ich also so weiter mache und mich weiterhin verbessere, dann sollte das für nächstes Jahr in Ordnung gehen."

Wenn das Erwartete eintrifft, muss einer der aktuellen Toro-Rosso-Piloten das Team verlassen. Alles deutet derzeit auf Jaime Alguersuari hin, denn Sebastien Buemi hatte den Spanier bei den ersten Saisonrennen klar im Griff und wurde nach dem Grand Prix der Türkei von Tost und Technikchef Giorgio Ascanelli über den grünen Klee gelobt.

Keine Gewissensbisse

Gewissensbisse, den Red-Bull-Traum von einem der beiden aktuellen Piloten zu zerstören, hat Ricciardo nicht: "In der Formel 1 muss immer jemand Platz machen, wenn ein neuer Fahrer kommt. Als Fahrer hast du den Traum, Rennen zu fahren. Wenn du dafür jemanden hinausdrängen musst, dann wirst du es tun. Du wirst nicht der nette Kerl sein und sagen: 'Du kannst den Platz für das gesamte nächste Jahr haben'. Wenn sich die Chance ergibt, dann nützt du sie."

"Wenn du für deinen Traum jemanden hinausdrängen musst, dann wirst du es tun." Daniel Ricciardo

Dennoch möchte er sich vorerst ganz auf seine eigenen Leistungen konzentrieren, anstatt sich vom Kampf gegen Buemi und Alguersuari ablenken zu lassen. "Es liegt sowieso nicht in meiner Hand", deutet er an, dass der Teamchef die Entscheidung treffen wird. "Ich kümmere mich nur um mich und wenn der Teamchef zu mir kommt und mir das Cockpit anbietet, dann werde ich einen Luftsprung machen und feiern."

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