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Rennen fast abgeschenkt: Toro Rosso taktisch nach hinten

Toro Rosso sieht sich auf dem schnellen Kurs von Monza ohne Chance und lässt sich daher aus taktischen Gründen ans Ende des Feldes setzen

(Motorsport-Total.com) - Der Große Preis von Italien steht für die Bullen-Teams unter keinem guten Stern. Sowohl beide Fahrer bei Red Bull wie auch beide bei Toro Rosso fassen für das Rennen am Sonntag drastische Startplatzstrafen für Motorenwechsel auf. Max Verstappen wird für seine siebte Power-Unit zehn Startplätze versetzt, Teamkollege Carlos Sainz gleich 20, weil er gleich zweimal wechselt. Somit hat man auch bei den Jungbullen aus taktischen Gründen schon fast abgeschenkt.

Max Verstappen, Daniil Kwjat

Toro Rosso und Red Bull werden sich erst einmal hinten begegnen Zoom

"Wir wissen alle, wieso wir die Strafe auf uns nehmen. Weil es nicht die beste Strecke für den STR und unsere Power-Unit ist", erklärt Carlos Sainz, der sich zumindest am Start auf tolle Duelle gegen Red Bull und McLaren freut, die sich ebenfalls wieder am Ende der Startaufstellung einfinden können. "Die ersten Runden sollten gut werden", nimmt es der Spanier mit Humor.

Denn ausgerechnet hatte man sich bei Toro Rosso ohnehin nichts in Monza. Auf der Power-Strecke ist der Renault-Antrieb zu schwach und bringt die Teams in arge Schwierigkeiten. "Die Stoppuhr lügt nicht, wir sind zu langsam", seufzt Sainz, der das Wochenende ohne große Hoffnungen angeht und zumindest in diesem Fall erleichtert ist, dass er nicht um den Titel kämpft. "Dann würde ich mich wirklich aufregen", sagt er.

Teamkollege Max Verstappen wird ebenfalls zurück müssen. Zwar bekommt der Niederländer nur zehn Strafplätze aufgebrummt, doch das sieht er sogar eher als Nachteil an: "Red Bull und Carlos wechseln gleich zweimal. Ich denke, das ist besser geplant", sagt er. Denn bereits in Spa-Francorchamps musste er den Weg ans Ende der Startaufstellung antreten und hat somit zwei Rennen hintereinander von vornherein versaut.

Verstappen war der einzige Bullen-Pilot, bei dem eine Strafe nicht bereits vor dem Wochenende vorgesehen war. "Wir haben die ersten zwei Trainings abgewartet. Wäre ich in den Top 10 gewesen, dann hätten wir es wohl nicht getan", erklärt er. Doch die Realität ist bitter: Im ersten Training lag der 17-Jährige mit fast drei Sekunden Rückstand auf Rang 14, in der zweiten Session war es mit fast 2,2 Sekunden Rückstand der gleiche Platz.

Und so steht Toro Rosso an diesem Wochenende wohl vor einer unlösbaren Aufgabe. Punkte dürften angesichts der Ausgangslage nur schwer möglich sein, doch im Kopf des Teams hängen die Gedanken an eine bessere Zukunft: Nach Singapur und Suzuka kann man somit wohl unbelastet reisen, dort rechnet man sich durch die Streckencharakteristik auch bessere Chancen aus. Doch die Gegenwart heißt Monza: "Wir wissen, dass dieses Wochenende hart für uns sein wird, aber besser hier als irgendwo anders."

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