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Renaults zweite Garde: PR-Blondine und Mercedes-Testpilot

Renault initialisiert ein eigenes Formel-1-Nachwuchsprogramm - Esteban Ocon wird Tester und Mercedes-Junior in Personalunion - Carmen Jorda weiter im Simulator

(Motorsport-Total.com) - Renault hat am Rande der Präsentation seines Formel-1-Werksteams am Mittwoch in Guyancourt die Initialisierung eines Juniorprogramms angekündigt. Wie die Franzosen verlauten lassen, wollen sie mit der "Renault Sport Academy" die Weltmeister von morgen finden und auf ihrem Weg durch verschiedene Nachwuchsklassen begleiten. Neben dem neuen Testfahrer Esteban Ocon, der auch bei Mercedes unter Vertrag bleibt, gehört dem Pilotenkader des Teams auch PR-Blondine Carmen Jorda an.

Carmen Jorda

Spanischer Blickfang: Carmen Jorda wird künftig die Renault-Box aufhübschen Zoom

Die seit ihrem Lotus-Engagement als Entwicklungsfahrerin bekannte Spanierin soll im Simulator für Renault wie gewohnt zum Einsatz kommen, wie sie gegenüber 'Sky Sports F1' bestätigt: "Ich werde in diesem Jahr auch wieder Rennen fahren. Nicht in der Formel 1, aber in einer anderen Serie mit Renault", so Jorda, die sich in ihrer bisherigen Karriere nicht mit Ruhm bekleckerte, dafür aber immer einen Seitenblick wert war. "Dass Renault jetzt da ist, ist das Tüpfelchen auf dem i", lobt sie die Fortschritte in Enstone.

Als neuer Testfahrer bildet aber der frühere Formel-3-Europameister und GP3-Champion Ocon das Aushängeschild. Noch 2015 war er für ein ähnliches Mercedes-Programm ausgewählt worden, dem er in einer Doppelrolle erhalten bleibt. Jetzt freut er sich über die Chance, bei Renault von einem zweiten prominenten Förderer zu profitieren: "Nicht nur als Franzose, auch in einem französischen Team", betont der 19-Jährige, der unweit der Ex-Lotus-Fabrik in Enstone aufwuchs. "Als ich 13 Jahre alt war, Kart gefahren bin und sie zum ersten Mal besucht habe, hat mich die Anlage schlicht umgehauen."


Fotos: Präsentation Renault Sport F1 Team


Ein Renncockpit für 2016 hat Ocon noch nicht, allerdings läuft die Suche. Außerdem gehören dem neuen Programm der frühere Renault-World-Series-Meister Oliver Rowland (23, Großbritannien), der Formel-Renault-2.0-Champion Jack Aitken (20, Großbritannien) sowie Louis Deletraz (18, Schweiz) und Kevin Jörg (20, Schweiz) an. Geplant sind für den Kader Schulungsmaßnahmen in Paris und Fitnesscamps in Enstone.

Verantwortlich zeichnet Mia Sharizman Ismail, wobei mit Frederic Vasseur als neuem Rennleiter ein Experte auf dem Gebiet der Nachwuchsförderung an Bord ist. Renault will neben seinen einheimischen Piloten auf Talente setzen, deren Heimat die neuen Märkte der Marke sind. Die Rede ist unter anderem von China. Personalien gibt es jedoch nicht.

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