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  • 21.09.2011 · 16:04

  • von Stefan Ziegler

Renault: Ziel ist ein "möglichst neutrales Setup"

Das Flutlichtrennen in Singapur stellt die Fahrer und ihre Teams vor eine große Herausforderung: Abtrieb und Traktion sind dort besonders gefragt

(Motorsport-Total.com) - Fünf Kilometer durch die Innenstadt von Singapur: Der Grand Prix in der asiatischen Metropole ist etwas Besonderes im Kalender der Formel 1 - nicht zuletzt, weil das Rennen seit jeher unter Flutlicht abgehalten wird. Auch auf technischer Seite stellt der Marina Bay Circuit die Fahrer und ihre Teams vor eine Herausforderung, denn Stadtkurs-typisch besticht der Kurs vor allem durch langsame Ecken.

Singapur

Der Große Preis von Singapur und dessen Kulisse ist ein echter Saison-Höhepunkt

"Die Reihe der Übersee-Rennen bis zum Saisonfinale beginnt mit einem typischen Straßenkurs - ein krasser Gegensatz zu den Powerstrecken von Spa und Monza", sagt Renault-Motoreningenieur Remi Taffin. "Wegen der vielen Kurven liegt die Durchschnitts-Geschwindigkeit relativ niedrig. Unsere Aufgabe besteht deshalb darin, den Fahrern möglichst gut fahrbare Motorenmappings zu geben."

"Die Triebwerke sollen in den unteren Drehzahl-Bereichen nicht zu aggressiv reagieren, gleichzeitig aber schnell auf Gaspedal-Befehle ansprechen, wenn es zwischen den vielen rechtwinkligen Kurven ein Stück geradeaus geht", erläutert der Franzose. Wichtig sei auch die Traktion, weshalb Teamwork bei den Ingenieuren groß geschrieben wird, um ein "möglichst neutrales Setup" zu erzielen.

"Angesichts der vielen engen Kurven kommt es hier außerdem sehr stark auf die effiziente Nutzung des Abgasstroms im Schubbetrieb an. Ein konstanter Luftfluss unter dem Auto unterstützt die auf maximalen Abtrieb getrimmte Aerodynamik und führt unter anderem zu größerer Bremsstabilität", sagt Taffin und merkt an: "Sportlich geht es in Singapur für die drei Renault-Partnerteams um viel."¿pbvin|512|4101||0|1pb¿

"Bei Red Bull könnte sich Sebastian Vettel theoretisch bereits den WM-Titel sichern. Lotus kommt mit einem neuen Aeropaket und einem modifizierten Unterboden. Es liegt an uns, den RS27-V8 so zu kalibrieren, dass er zu den geänderten Anforderungen passt, damit die Entwicklungsteile wie gewünscht arbeiten", erläutert Taffin. Renault wolle an die jüngsten Leistungen anknüpfen.

"Wir sind für die letzte Saisonphase ebenso motiviert wie unsere Partnerteams und glauben, dass wir in Singapur gut aussehen sollten. Der Renault RS27-V8 hat auf den bisherigen Straßenkursen sehr gut funktioniert: Mit Red Bull haben wir in Monaco und Valencia gewonnen - umso mehr freuen wir uns auf die Jagd durch den Jachthafen", sagt der Motoreningenieur vor dem Flutlicht-Grand-Prix.

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