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Red Bull über Favoritenfrage: "Mercedes ist leicht vorne", aber ...

Warum Red Bull glaubt, in der Formel-1-Saison 2020 eine Chance gegen Mercedes zu haben, und wie Jos Verstappen das Kräfteverhältnis einschätzt

(Motorsport-Total.com) - Wer wird Formel-1-Weltmeister 2020? Realistischerweise kommen dafür nur die Fahrer aus den drei Topteams Ferrari, Mercedes und Red Bull in Frage. Helmut Marko aber grenzt die Favoritenfrage bei 'Sport1' deutlich weiter ein: "Wir erwarten einen Zweikampf um den Titel zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen."

Max Verstappen, Lewis Hamilton

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Er sehe Mercedes mit Blick auf die Formel-1-Wintertests in Barcelona "leicht vorne", so der Red-Bull-Sportchef. "Dann kommen wir, und dann - mit etwas Abstand - Ferrari."

Warum er Ferrari nicht zu den Titelanwärtern zählt, das erklärt Marko so: "Ich habe den Eindruck, dass Sebastian [Vettel] in dieser Saison kein Auto hat, mit dem er um den Titel mitfahren kann. Ich hoffe, ich täusche mich. Für die Spannung und die Formel 1 ist es sicher gut, wenn mehr als zwei Teams um den Titel fahren."

Und Marko betont: "Abschreiben darf man [Vettel und Ferrari] nie."

Verstappen sen. setzt auf Verstappen jun.

Jos Verstappen, früherer Formel-1-Fahrer und Vater von Red-Bull-Mann Max Verstappen, glaubt indes ebenfalls nicht an eine Ferrari-Titelchance. Er sieht vielmehr erstmals seinen Sohn ernsthaft im WM-Kampf mitmischen.


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Bei 'Ziggo Sport' meint Verstappen sen., Red Bull liege im Kräfteverhältnis "direkt hinter Mercedes". Dazu erklärt er weiter: "Wenn es sich innerhalb von zwei Zehnteln bewegt, dann haben wir eine spannende Saison vor uns. Ist es aber eine halbe Sekunde, dann können wir das vergessen."

Sofern sich die Situation allerdings so darstelle, "wie wir es erwarten, dann entscheidet es sich zwischen Lewis und Max", so der Rennfahrer-Vater.

Heidfeld hält Vettel für WM-fähig

Der frühere Formel-1-Fahrer Nick Heidfeld allerdings traut Ferrari-Mann Vettel "auf jeden Fall zu, Weltmeister zu werden", wie er in seiner Kolumne bei 'Sky' erklärt.


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Dort kommt er aber auch zu einem ähnlichen Schluss wie Marko und Verstappen: "Ich befürchte, dass der Ferrari 2020 leider nicht zwingend ein Siegerauto ist. Bei den Tests war die Performance sicher nicht weltmeisterlich. Vielleicht [aber] zeigt der Ferrari erst am Sonntag sein wahres Potenzial."

So oder so: Laut Marko wird es in der Saison 2020 darauf ankommen, so konstant wie möglich zu sein. "Man darf sich keinen Fehler erlauben, was gar nicht einfach ist, da man auf Grund der unsicheren Kalendersituation bei jedem Rennen mehr riskieren muss, um keine Punkte zu verschenken", so sagt er.

Der Druck sei aber für alle Beteiligten gleich. Mercedes etwa wolle mit Hamilton den historischen siebten Fahrertitel erreichen. "[Und] wir wollen Weltmeister werden, mit Max den jüngsten Titelträger haben", meint Marko. "So haben wir beide einen internen Druck."

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