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Red Bull RB9: Vorteil Vettel gegenüber Webber?

Der neue Red Bull konnte bei den ersten Testfahrten auf Anhieb überzeugen und kommt laut Gary Anderson eher dem Fahrstil von Sebastian Vettel entgegen

(Motorsport-Total.com) - Im Weltmeisterteam Red Bull ging man bei der Entwicklung des Boliden für die Saison 2013 konsequent den Weg der Evolution. Der neue RB9 basiert vom Konzept her auf dem Weltmeisterauto von 2012, dem RB8. "Wir haben die guten Teile des RB8 behalten und nur ein paar Schwächen in Sachen Handling und Balance kaschiert", erklärt Chefdesigner Adrian Newey gegenüber 'Auto Bild motorsport' (Jetzt abonnieren!).

Sebastian Vettel

Der Red Bull RB9: Laut Gary Anderson schon jetzt ein "Vettel-Auto" Zoom

Sebastian Vettel und Mark Webber scheuchten den neuen Red Bull bei den ersten Testfahrten des Jahres in Jerez de la Frontera insgesamt 372 Mal um den Kurs. Dem ehemaligen Formel-1-Konstrukteur Gary Anderson fiel bei dieser Gelegenheit auf, dass sich der RB9 unterschiedlich verhielt, je nachdem ob gerade Vettel oder Webber im Auto saß. So schiebt der neueste Streich aus der Feder von Newey "bei Webbers Brems- und Einlenkmanöver noch über die Vorderräder", wie Anderson gegenüber 'Auto Bild motorsport' betont.

"Wenn Webber die Bremse aber löst, folgt er blitzschnell der Richtung des Lenkradeinschlages", setzt der Nordire seine Analyse des RB9 fort und schlussfolgert: "Das dürfte Vettel entgegenkommen." Die beiden Red-Bull-Piloten, die in ihre fünfte Saison als Teamkollegen gehen, pflegen bekanntlich eine nicht identische Kurventechnik. Während Vettel das Auto in Geradeausfahrt verzögert und erst dann in die Kurve einlenkt, nachdem er die Bremse gelöst hat, sind bei Webber Bremsen und Einlenken zwei Vorgänge, die direkt ineinander greifen.

In puncto Laufleistung ist der RB9 schon jetzt Spitze. "Noch nie haben wir beim ersten Test so viele Kilometer geschafft wie diesmal", merkt Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko im Hinblick auf die 1.647 in Jerez zurückgelegten Kilometer an. Einzig Sauber brummte seinem neuen Boliden im Verlauf der ersten vier Testtage des Jahres mehr auf. Der C32 lief in den Händen von Nico Hülkenberg und Esteban Gutierrez stolze 1.904 Kilometer. Vom 19. bis 22. Februar steht auf dem Circuit de Catalunya vor den Toren von Barcelona die zweite von drei Testwochen im Vorfeld des Saisonauftakts (17. März in Melbourne) auf dem Programm.

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