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Red Bull kündigt Start-Attacke an: "Schaltet ein! Es wird sich lohnen!"

Max Verstappen hat am Start mit weichen Reifen einen Vorteil und könnte sich erneut ein brutales Duell mit Lewis Hamilton liefern - Red Bull erklärt Reifenwahl

(Motorsport-Total.com) - Erleben die Formel-1-Fans am morgigen Sonntag wieder eine heiße erste Runde zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen? Der Niederländer nimmt den Grand Prix von Budapest (Formel 1 2021 live im Ticker) zwar nur von Startplatz drei aus in Angriff, hat jedoch am Start einen Reifenvorteil gegenüber seinem WM-Rivalen. Er wird auf den Soft-Reifen starten, Hamilton auf den Mediums.

Max Verstappen (Red Bull) im Qualifying zum Formel-1-Rennen am Hungaroring in Budapest

Max Verstappen geht mit einer anderen Taktik in den Ungarn-Grand-Prix Zoom

Gut möglich, dass es daher in der ersten Runde wieder zu einem Duell der beiden kommt - wie zuletzt in Silverstone. "Ich glaube, dass der Soft-Reifen am Start einen Vorteil bringen kann. Also wenn müssen wir in der ersten Runde Positionen gutmachen", kündigt Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko bei 'Sky' eine Attacke an.

Das ist womöglich auch Red Bulls einzige Chance auf den Sieg, denn Überholen ist auf dem Hungaroring ansonsten ziemlich schwierig. Wären beide Teams auf Mediums mit der gleichen Taktik gestartet, wären die Chancen auf ein Überholmanöver geringer gewesen.

Red Bull wollte auf Nummer sicher gehen

Trotzdem wundert sich Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, wieso Red Bull in Q2 noch einmal eine Runde auf Soft-Reifen gefahren ist: "Ich weiß auch nicht, warum sie auf dem Soft-Reifen starten", sagt der Österreicher bei 'Sky'. "Ich glaube, sie hätten die Pace gehabt, sich auf dem Medium zu qualifizieren." Der gilt bei den erwartet heißen Temperaturen strategisch als die bessere Variante.

Doch absichtlich ist Red Bull laut Verstappen nicht mit Softs gefahren. Zwar hätte seine erste Zeit auf Mediums für den Einzug in Q3 gereicht, doch das wusste man zu dem Zeitpunkt nicht: "Viele haben ihre Rundenzeiten verbessert", sagt Verstappen.

"Am Ende wären wir zwar safe gewesen mit den Reifen, aber nur um zwei oder drei Hundertstel. Ich denke nicht, dass man so viel riskieren möchte. Darum haben sie mir gesagt, dass ich die Runde beenden soll", sagt er weiter. Verstappen hatte eine 1:16.769 Minuten als Bestzeit stehen, die Cutzeit wären die 1:16.871 Minuten von Daniel Ricciardo gewesen, der als Elfter ausschied.

Toto Wolff: "Wir hätten das nicht gemacht"

"Es ist, wie es ist", sagt Verstappen pragmatisch und weiß, dass die Reifen langfristig einen Nachteil bieten könnten. Denn laut Toto Wolff sollen im Rennen Streckentemperaturen von 60 bis 65 Grad Celsius herrschen. "Zum Vergleich: Das haben wir tagsüber nicht einmal in Bahrain oder Abu Dhabi erreicht", so der Österreicher.

"Ich weiß, dass es morgen super warm sein wird. Natürlich wird der weiche Reifen daher nicht so lang halten wie der Medium", meint Verstappen. "Aber vielleicht gibt es ja zu Beginn einen Vorteil. Wer weiß?" Das ist auch die Hoffnung von Red-Bull-Teamchef Christian Horner, der taktisch eine andere Route gehen wollte wie Mercedes. "Ich präferiere diesen Reifen für den Start."

Auf der anderen Seite ist Mercedes deswegen etwas in Sorge: "Es kann ein Vorteil sein", sagt Wolff und meint, dass es keinen Unterschied machen wird, sollte man aufgrund der Hitze zwei Boxenstopps machen müssen. "Auf der anderen Seite kann man am Start einen Vorteil haben. Wir hätten es nicht gemacht, aber vielleicht geht es ja zu ihren Gunsten aus."

"Schaltet ein! Es wird sich lohnen!"

Natürlich besteht dann auch die Gefahr, dass sich Hamilton und Verstappen in der ersten Runde wieder auf der Strecke begegnen. Fragen dazu hat Verstappen in der Pressekonferenz abgewürgt, doch laut Helmut Marko spielt der Unfall in Silverstone dabei keine Rolle mehr: "Für uns ist das ein neues Rennen. Es gibt keinerlei Rachegelüste oder so", betont er bei 'Servus TV'.


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"Wir wollen die WM gewinnen, das heißt, wir müssen in die Punkte fahren", so der Österreicher weiter. "Dass das eine gewisse Explosivität bei den Fahrern gegeben ist, ist aufgrund der Vorfälle auch verständlich. Aber ich nehme an, dass von unserer Seite bei dem Fahrer die nötige Vernunft herrscht."

Red-Bull-Teamchef Christian Horner verspricht hingegen ein gutes Duell der beiden Titelrivalen: "Es wird morgen Premium-Sitzplätze in Kurve 1 und 2 geben", sagt er. "Schaltet ein. Es wird sich lohnen. Ich bin sicher, dass es einen aufregenden Start geben wird."

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