powered by Motorsport.com

Red Bull dementiert Dennis' Theorie

Christian Horner verweist die Theorie von Ron Dennis, was Sebastian Vettels Probleme in Bahrain angeht, ins Reich der Fabeln

(Motorsport-Total.com) - Nach einer ersten Untersuchung gab Red Bull noch in Bahrain bekannt, dass Sebastian Vettels Leistungsverlust ab der 33. von 49 Runden an einer defekten Zündkerze lag. Der Renault-Motor lief von da an nur noch auf sieben Zylindern, sodass der bis dahin führende Deutsche zwar noch als Vierter ins Ziel fahren, aber nicht mehr gewinnen konnte.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettels RB6 lief in Bahrain nur noch auf sieben Zylindern

Einige Tage später ließ jedoch der frühere McLaren-Teamchef Ron Dennis mit der Theorie aufhorchen, wonach Vettels Elektronik ungewollt in einen Benzinsparmodus geschaltet haben könnte - möglicherweise wegen eines zu kleinen Tanks, um die Benzinversorgung bis zum Rennende zu gewährleisten. Die Theorie wurde von verschiedenen Experten sofort ins Reich der Fabeln verwiesen und nun auch von Red Bull hochoffiziell dementiert.#w1#

"Das Problem ist, dass man im Alter nicht mehr so gut hört. Wahrscheinlich konnte Ron daher die Fehlzündungen nicht hören und wahrscheinlich hat er auch nicht gesehen, dass unser zweites Auto ohne jedes Problem durchgefahren ist", unkt Teamchef Christian Horner. "Es hatte nicht das Geringste mit der Größe des Tanks zu tun. Wie bereits gesagt war es ein Problem mit der Zündkerze. Mehr steckt da nicht dahinter."

"Sebastian", erinnert er sich an den Zwischenfall, "meldete am Funk sofort einen Leistungsverlust. Als er das erste Mal an der Box vorbeikam, konnten wir hören, dass etwas nicht stimmte. Jeder, der an der Strecke war, konnte das hören. Zuerst vermuteten wir einen gebrochenen Auspuff, denn so hörte es sich an, aber im Nachhinein stellte sich heraus, dass es eine Zündkerze war. Wir hatten so einen Defekt noch nie und Renault konnte auch nicht erklären, wie es dazu kam."


Fotos: Sebastian Vettel, Großer Preis von Bahrain, Sonntag


Dennis stützte seine Theorie unter anderem auf die Tatsache, dass Vettels Rundenzeiten zwar zuerst dramatisch einbrachen, dann aber wieder besser wurden. Im Finish hatte der Red-Bull-Pilot sogar den Mercedes von Nico Rosberg sicher unter Kontrolle. Doch das lag anscheinend nicht daran, dass die Elektronik wieder ins richtige Programm wechselte, sondern an einigen Maßnahmen, die seitens Vettel und Red Bull ergriffen werden konnten.

"Sebastian spielte mit dem Gemisch herum und versuchte, seinen Fahrstil anzupassen", so Horner. "Wir dachten erst, dass nicht nur der Sieg dahin sei, sondern auch die Chance auf Punkte, aber er stellte sich hervorragend auf die neue Situation ein, um den Schaden zu begrenzen. Schlussendlich brachte er den vierten Platz ins Ziel, was eine tolle Leistung war - unter diesen Umständen wirklich sehr beeindruckend."

Folge uns auf Twitter

Folge uns auf Instagram

Folge uns jetzt auf Instagram und erlebe die schönsten und emotionalsten Momente im Motorsport zusammen mit anderen Fans aus der ganzen Welt

Anzeige

Formel-1-Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen täglichen und/oder wöchentlichen Formel-1-Newsletter von Motorsport-Total.com!