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Ralf Schumacher: Sohn David von der Formel 1 noch "ganz, ganz weit entfernt"

Der frühere Formel-1-Siegfahrer Ralf Schumacher erklärt den Motorsport-Fahrplan seines Sohnes David und spricht über dessen Ambitionen

(Motorsport-Total.com) - Wann fährt der nächste Schumacher in der Formel 1? Vielleicht schon bald. Denn mit Mick und David sind die Söhne von Michael und Ralf Schumacher bereits im Formelsport aktiv. Doch während der Ältere bei Testfahrten bereits Formel-1-Erfahrung gesammelt hat, wartet der Jüngere noch auf seine Chance.

David Schumacher

David Schumacher fährt 2020 seine erste Saison in der Formel 3 Zoom

Im Gespräch mit 'Sky' aber will Ralf Schumacher nicht zu große Erwartungen für seinen Sohn David wecken. Dieser sei "noch ganz, ganz weit entfernt" von der Formel 1, stehe gerade mal am Anfang seiner Automobilkarriere.

In der Tat: 2018 hat David Schumacher in der deutschen Formel 4 seine erste komplette Formelsport-Saison absolviert und den neunten Gesamtrang belegt. 2019 startete er in der europäischen Formel Regional und erzielte in 24 Läufen insgesamt vier Siege und den vierten Tabellenplatz.

Der Fahrplan für David und Mick Schumacher

2020 soll David Schumacher "in aller Ruhe Formel 3 fahren", so sein Vater. "Da muss er erstmal gucken, dass er da seine Leistung zeigt." Und das im Rahmenprogramm der Formel 1. Letztere sei trotzdem für seinen Sohn "noch in so weiter Ferne", wie er weiter sagt. "Da brauchen wir jetzt noch nicht drüber nachdenken."

Konkrete Überlegungen gibt es hingegen für Mick Schumacher, der in diesem Jahr vor seiner bisher größten Bewährungsprobe steht: Verkauft er sich gut in der Formel 2, winkt ihm womöglich ein Formel-1-Cockpit für 2021.


Fotostrecke: Mick Schumacher: Sein Weg in die Formel 1

Doch auch im Fall seines Neffen will sich Ralf Schumacher nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. "Erstmal würde ich sagen: Warten wir dieses Jahr ab! Er hat vergangenes Jahr, finde ich, fürs erste Jahr [in der Formel 2] ein ordentliches Jahr hinter sich gebracht." Zumal die Formel 2 eine "sehr schwierige Rennserie" sei, meint Schumacher.

Das schwierige erste Jahr in der Formel 2

Tatsächlich punktete Mick Schumacher im Jahr nach seinem Titelgewinn in der Formel-3-EM gleich in seinem ersten Formel-2-Rennen als Achter und erzielte zur Saisonmitte seinen bisher einzigen Sieg, weitere Glanzpunkte aber blieben im Premierenjahr aus. Umso mehr Druck lastet auf dem Weltmeister-Sohn, 2020 Fortschritte zu machen.

Das sieht auch der Onkel so: "Es wird ein wichtiges Jahr werden für ihn, auf jeden Fall." Gleichwohl müsse man Mick Schumacher "ein bisschen Zeit geben" und dürfe nicht zu viel von ihm verlangen.


Fotostrecke: Mick Schumacher: Seine erste Ausfahrt im Formel-1-Ferrari

Als Ferrari-Junior habe Mick Schumacher aber bereits "sehr gute Voraussetzungen" für den Sprung in die Formel 1, meint Ralf Schumacher. Er könne sich seinen Neffen zum Beispiel gut bei Alfa Romeo vorstellen.

Was, wenn Räikkönen mal aufhört?

"[Bei] Kimi Räikkönen [kann man] auch irgendwann mal von einem Alter sprechen, [in dem er] vielleicht auch mal überlegt aufzuhören. [Antonio] Giovinazzi ist jetzt auch nicht gerade so doll gewesen. Da ist auf jeden Fall eine Möglichkeit für irgendeinen Nachwuchspiloten."

Mick Schumacher sei allerdings nicht der einzige hoffnungsvolle Fahrer, der sich um ein Formel-1-Cockpit bewirbt. Ralf Schumacher: "Bei dem Ganzen dürfen wir auch nicht vergessen, dass es noch einen [George] Russell gibt, der auch mal eine Chance verdient hätte in einem ordentlichen Team."

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