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Räikkönen-Kontroverse: Vettel nimmt Verstappen in Schutz

Im Duell mit Max Verstappen zog Kimi Räikkönen den Kürzeren und schimpfte wie ein Rohrspatz, doch Teamkollege Sebastian Vettel verteidigt den ungestümen Red Bull

(Motorsport-Total.com) - Während es beim Großen Preis von Ungarn 2016 nicht zum erhofften Showdown der Silberpfeile um den Sieg auf dem Hungaroring kam, sorgte ein anderes Duell für erhitzte Gemüter - und das nicht nur wegen der Gluthitze auf dem Kurs nahe Budapest. Rundenlang duellierten sich Max Verstappen im Red Bull und Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen um den fünften Platz. Der Finne war eigentlich schneller, kam aber auf der engen Strecke einfach nicht an seinem Vordermann vorbei.

Max Verstappen, Kimi Räikkönen

Max Verstappen und Kimi Räikkönen kamen sich in Ungarn gefährlich nahe Zoom

Bei einem seiner unzähligen Versuche, Verstappen zu passieren, demolierte sich Räikkönen schließlich den Frontflügel, konnte aber weiterfahren. Am Funk schimpfte er, der Red Bull habe zu oft die Richtung gewechselt und so eine Kollision provoziert. Verstappen konterte danach nur cool: "Schön, dass man Kimi zumindest mal über den Funk reden hört!" Der Niederländer war sich keiner Schuld bewusst, während sein Kontrahent sich aufregte: "Es wurden schon Strafen für viel weniger ausgesprochen."

Auch Räikkönens Teamkollege nahm von dem Zweikampf Notiz und ergriff Partei für die aggressive Verteidigungslinie von Verstappen: "Eine der Stärken von Max ist, dass er sehr aggressiv ist, und manchmal überschreitet man vielleicht eine gewisse Linie. Aber ich bin gegen diese ganze Bestrafungspolitik und unsere sehr komplizierten Regeln", erklärt Vettel bei 'Sky Sports F1'. "Ich denke, es ist dämlich, und die Leute da draußen lachen über uns", findet er deutliche Worte.


Fotostrecke: GP Ungarn, Highlights 2016

Die Reaktion von Räikkönen kann Vettel aber dennoch verstehen: "Er wird sich wieder beruhigen, gebt ihm ein wenig Zeit." Auch der Deutsche weiß, wie schnell die Emotionen im Eifer des Gefechts hochkochen können. Er selbst hatte sich in seinem eigenen Rennen am Funk mehrfach darüber echauffiert, dass zu Kollegen unter blauen Flaggen nicht früh genug Platz gemacht hatten. Nach Rennende sah er die Sache entspannter: "Manchmal verlierst du, manchmal gewinnst du. Es gleicht sich auch."

Diese Denkweise gibt er offenbar auch Teamkollege Räikkönen mit auf den Weg. "Natürlich ist es nicht toll, wenn du hinter jemandem hinterher fährst, der sich von da nach dort bewegt und dabei vielleicht nicht ganz fair verhält", weiß Vettel, "aber so ist das manchmal eben." Zugleich betont der Deutsche: "Kimi ist einer der fairsten Fahrer im Feld". Die Saison sei noch lang und es werde sicher weitere Duelle mit Verstappen geben. Dann hat vielleicht Räikkönen das glücklichere Händchen.

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