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Duell am Limit: Kühler Verstappen lässt "Iceman" brodeln

Max Verstappen und Kimi Räikkönen sind sich im Rennen von Budapest ein wenig zu nah gekommen - Red Bull wittert erneut Taktik von Ferrari und sieht Manöver als fair

(Motorsport-Total.com) - So viel gesprochen hat Kimi Räikkönen selten, doch als er in der Schlussphase des Formel-1-Rennens in Budapest auf Max Verstappen traf, da war selbst der sonst so kühle Finne auch einmal ungehalten. Mehrfach beschwerte sich der Ferrari-Pilot am Funk über den Youngster, der laut Räikkönen beim Verteidigen mehr als einmal die Linie gewechselt habe. Dadurch war Räikkönen dem Red Bull bei der Anfahrt auf Kurve 2 ins Heck gerauscht und hatte sich seinen Frontflügel beschädigt.

Max Verstappen, Kimi Räikkönen

Max Verstappen und Kimi Räikkönen erleben einen harten Fight in Ungarn Zoom

Auch nach dem Rennen war der Ärger beim "Iceman" noch nicht vollständig verraucht: "Leute wurden schon für viel weniger bestraft", meint er vielsagend in die Mikrofone der Reporter und schiebt nach: "Es ist nicht an mir zu entscheiden, ob es korrekt war oder nicht." Der Finne ist enttäuscht, dass er letzten Endes nicht am Niederländer vorbei kam und sich mit Rang sechs zufriedengeben musste. "Wir hatten einen guten Speed, aber hier ist nicht der einfachste Ort, um zu überholen."

Max Verstappen kann Diskussionen um eine mögliche Bestrafung hingegen nicht nachvollziehen. Seiner Ansicht nach sei sein Zweikampfverhalten völlig fair gewesen. "Ich bin nur einmal herübergezogen, von daher wäre es ziemlich seltsam, wenn ich bestraft werden würde", sagt er. "Ich konnte ihn kommen sehen. Er war sehr optimistisch, wenn er da innen hineinstechen will. Ich bin nach innen gezogen, er musste bremsen und hat dabei blockiert. Dabei hat er mein Heck getroffen - oder den Reifen, das weiß ich nicht. Aber das kann passieren."

Verstappen: Zumindest redet Kimi mal

Verstappen verteidigt die Härte seiner Manöver, die nicht zum ersten Mal in seiner Formel-1-Zeit im Blickpunkt standen: "Wir sind immer am Limit, aber das gehört dazu. Wir kämpfen mit Red Bull gegen Ferrari in der Meisterschaft, von daher wollen wir vorne sein", so der Niederländer weiter, der sich sogar über seinen Gegner lustig macht: "Es ist schön, dass man Kimi zumindest mal über den Funk reden hört", grinst er über dessen Schimpftirade.

Unterstützung bekommt der 18-Jährige dabei von Teamchef Christian Horner. Auch der Brite sieht nichts Verwerfliches in der Aktion. "Das war hart, aber fair. Er hat nicht mehr als einmal die Richtung gewechselt, ist Richtung Kurvenspitze seine Linie gefahren. Ich habe das für fair gehalten und wir haben keine Probleme damit", sagt er. Außerdem sei Räikkönen in Richtung Außenseite gefahren und nirgendwo anders hin, wie Horner betont.

Marko wittert Unheil von Ferrari

Die Rennkommissare gaben Verstappen Recht und untersuchten die strittige Szene nicht einmal. Stattdessen drehte der Niederländer anschließend den Spieß um und schwärzte den Weltmeister von 2007 indirekt bei der Rennleitung an, weil er angeblich die Strecke verlassen würde. "Wir haben das genau analysiert, weil wir ja wussten, dass Ferrari einen derartigen Wirbel macht", bestätigt Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko bei 'ORF'.


Fotostrecke: GP Ungarn, Highlights 2016

Das Duell zwischen Ferrari und Red Bull ist damit in die nächste Runde gegangen. Bereits gestern hätten die Roten versucht, Red Bull etwas anzuhängen, wie Marko meint. "Gestern dieses Theater wegen der 107 Prozent ist ja auch von Ferrari gekommen", sagt er und bezieht sich damit auf den Versuch, Red Bull wegen einer Lücke im Reglement nach hinten zu versetzen. Die FIA hatte aufgrund besonderer Umstände allerdings Gnade walten lassen.

Am Sonntag haben beide Parteien wieder versucht, gegenseitig etwas zu provozieren. "Momentan ist Ferrari etwas nervös", stichelt Marko in Richtung der Scuderia und kann sich vorstellen, dass die Roten noch einen Protest folgen lassen. Doch der hätte laut Red Bull wenig Aussicht auf Erfolg. Teamchef Christian Horner winkt schon ab: "Wir haben bei Rosberg und Hamilton schlimmere Sachen gesehen."

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