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"Gibt andere Optionen": Auch Formel-1-Boss Carey hinterfragt Silverstone

Nach Sean Bratches deutet auch Formel-1-Boss Chase Carey an, dass man 2019 möglicherweise zum letzten Mal in Silverstone fährt - Auch in Miami zieht es sich

(Motorsport-Total.com) - Nachdem Formel-1-Marketingchef Sean Bratches klarstellte, dass der Klassiker in Silverstone für den Grand-Prix-Sport keinesfalls unverzichtbar sei, schlägt Formel-1-Boss Chase Carey nun in die selbe Kerbe. "Wir schätzen das Rennen in Silverstone, aber wir müssen eine Lösung finden, die für uns passt", sagt der US-Amerikaner, der derzeit mit dem British Racing Drivers Club (BRDC) um einen über 2019 hinausgehenden Vertrag diskutiert. "Es gibt immer andere Optionen."

Chase Carey

Formel-1-Geschäftsführer Chase Carey: Verzichtet man in Zukunft auf Silverstone? Zoom

Man befinde sich derzeit in der glücklichen Lage, dass sich mehr Austragungsorte um ein Rennen bemühen als Plätze im Kalender verfügbar seien. "Wir werden uns diese Optionen genau anschauen und dann sicherstellen, dass wir die beste Entscheidung für die Fans, für den Rennsport und für unser Geschäft treffen."

Eigentlich hatte Silverstone einen Vertrag mit der Formel 1 bis ins Jahr 2027, doch der Streckenbetreiber BRDC zog wegen der zu hohen Kosten vorzeitig die Reißleine und machte von einer Klausel Gebrauch, Ende 2019 aus dem Deal auszusteigen. Jetzt muss dieser neu verhandelt werden, doch es ist die Frage ob Liberty Media auf die Forderungen einsteigen wird.

Carey will Verhandlungen nicht öffentlich führen

Will die Formel 1 mit Großbritannien im Mutterland des Rennsports bleiben, dann gäbe es aus aktueller Sicht nur ein potenzielles Stadtrennen in London als Alternative. Weder der Kurs in Brands Hatch noch die Strecke in Donington sind derzeit in einem Formel-1-reifen Zustand.

Ins Detail, welche Überlegungen Carey in Hinblick auf die Zukunft des Großbritannien-Grand-Prix habe, der seit dem Debüt der Formel 1 in Silverstone jedes Jahr ausgetragen wurde, wollte der Formel-1-Boss nicht gehen. "In der Formel 1 scheint es sehr beliebt zu sein, Verhandlungen in der Öffentlichkeit auszutragen", sagt der Liberty-Manager. "Ich halte es aber nicht für den gesündesten Weg im Umgang mit Partnern und wir wollen da nicht zu viel Einblick in laufende Gespräche geben."

Dadurch ist unklar, ob Carey nur eine Abkehr von Silverstone in Erwägung zieht, oder sich gar eine Formel 1 ohne Gastspiel in Großbritannien vorstellen könnte. Fakt ist, dass ab 2020 erstmals in Hanoi gefahren wird, während die Bemühungen um ein Stadtrennen in Miami ab 2020 allerdings mit Hindernissen konfrontiert sind.

Carey: Warum sich die Miami-Verhandlungen ziehen

"Dort sind viele Interessengruppen involviert, was bei einem Stadtrennen nicht ungewöhnlich ist", sagt Carey, der klarstellt, dass die Verhandlungen immer noch laufen. "Es gibt größere und kleinere Gruppen, und es kostet Zeit, all das zu bewältigen. Ich würde sagen, dass wir dran sind."

Um die Anrainer auf die eigene Seite zu ziehen, veranstaltete man daher Ende Oktober in Miami eine große Formel-1-Demonstration, bei der Ex-Formel-1-Pilot Patrick Friesacher einen Red-Bull-Boliden aus dem Jahr 2011 und Renault-Tester Jack Aitken den 2012er-Lotus steuerten. Zudem kamen historische Grand-Prix-Autos zum Einsatz.

"Dieses Fan-Festival war sicher eine Hilfe", zieht Carey eine positive Bilanz. "Ich bin sicher, dass alle in Miami davon begeistert waren. Da waren 80.000 Leute, und die Stimmung war großartig, was auch für die Rückmeldungen gilt. Wir wollten damit zeigen, was wir tun möchten. Es benötigt aber Zeit, wenn man mit so vielen Bezirken wie in Miami reden muss." Liberty habe zwar auf dem US-Markt auch andere Optionen, aber Miami könnte ein "globales Highlight" werden, meint Carey.

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