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Promoter zahlt, Rest kassiert: Das ist die Formel-1-Haftpflicht

Wie die Formel-1-Gruppe das Risiko der Grands Prix auf die Veranstalter abwälzt zeigen Unterlagen zum Börsengang - Deckungssummen bis 100 Millionen US-Dollar

(Motorsport-Total.com) - Die Promoter der Formel-1-Grands-Prix könnten einem Bericht des Wirtschaftsmagazins 'Forbes' zufolge noch stärker unter finanziellen Druck geraten. Wie es heißt, sollen die Veranstalter dazu aufgefordert worden sein, sich gegen sämtliche Schäden oder Nicht-Durchführung mit einer Deckung in Höhe von bis zu 100 Millionen US-Dollar (entspricht rund 84 Millionen Euro) zu versichern. Zwar ist die Formel-1-Gruppe in der Hand Delta Topcos selbst abgesichert, angeblich jedoch nicht in entsprechender Höhe.

Streckenposten zeigen in Suzuka die rote Flagge

Lieber versichern: Die rote Flagge kann für die Formel-1-Promoter teuer werden Zoom

Quelle für die Erkenntnisse sind Unterlagen zum geplanten Börsengang der Formel 1, die vor dem Unfall Jules Bianchis beim Japan-Grand-Prix im Oktober 2014 verfasst wurden. Darin erwähnt Delta Topco die Gefahr, die nicht nur für Piloten, sondern insbesondere für das Streckenpersonal und die Zuschauer ausgeht. Auch von Abbrüchen und Absagen ist die Rede. Die Formel-1-Gruppe sowie die Promoter hätten sich für den Fall versichert, falls Geschädigte jeder Art mit Forderungen an sie herantreten.

Begünstigte der Verträge sind unter anderem die FIA, die Teams, ihre Angestellten (darunter natürlich auch die Fahrer). Die 100-Millionen-Dollar-Grenze wird nur dann unterschritten, wenn Landesgesetze eine so hohe Deckung untersagen. Die Formel-1-Gruppe schließt die Versicherungen auf Kosten der Veranstalter selbstständig ab, falls diese ihrer Verpflichtung nicht nachkommen, oder sagt einen Grand Prix ab. Für den zweiten Fall wird Schadensersatz angekündigt, den der Promoter zu tragen hat.

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