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Auch Williams geißelt das Finanzsystem: "Ein Debakel!"

Die Verteilung der Einnahmen in der Formel 1 ist Technikchef Pat Symonds ein Dorn im Auge - Er sieht bis zum Jahr 2020 aber keine Auswege aus dem Dilemma

(Motorsport-Total.com) - Über kein Thema wurde in den vergangenen Wochen so viel debattiert wie über die in der Formel 1 grassierende Finanzkrise, die kleine Teams an den Rande des Ruins bringt. Auch in der Winterpause verstummen die kritischen Stimmen nicht - und erhalten sogar noch Zuwachs. Pat Symonds findet deutliche Worte, wenn es um die Verteilung der Gelder in der Königsklasse geht. "Das ist kein vernünftiges Geschäftsmodell. Wenn man es ein Debakel nennen will, dann ist es ein Debakel", so der Williams-Technikchef.

Pat Symonds

Pat Symonds hat wenig Grund, sich über die Situation in der Formel 1 zu freuen Zoom

Symonds, dessen Team als kleinstes und finanzschwächstes Mitglied der Strategiegruppe zwischen den Stühlen sitzt, erkennt mangelnde Verhandlungsbereitschaft bei den Platzhirschen. "Es gibt den Widerwillen, sich an einen Tisch zu setzen und das Problem zu lösen. Die Krux ist, dass so vieles getan wird, ohne dass es transparent wäre", klagt das Urgestein. Er erkennt das Dilemma auch in dem Sachverhalt, dass Mercedes, Red Bull, Ferrari und McLaren nur das tun, was aus ihrer Sicht logisch ist.

"Sie arbeiten hart daran, ihre Position zu schützen. Es ist ihr Job", erklärt Symonds. "Man wird die Jungs von Ferrari nicht dazu bekommen, zu sagen: 'Wir haben viel zu viel Geld, wir geben euch welches.'" Hinzu kommt, dass die "Großen" bei allen Reformbemühungen rein juristisch betrachtet problemlos den Spielverderber mimen dürfen und auf einzelne Folgeabkommen zum Concorde-Agreement pochen. Diese sind bis zum Jahr 2020 gültig und damit eine unüberwindbare Barriere für eine Umverteilung.

Das ist auch Symonds klar. Er unterstreicht: "Was wir wirklich tun müssen, ist neu starten. Das wird aber nicht passieren." Eine komplette Gleichverteilung einer Einnahmen fordert der Brite nicht, nur mehr Zuwendungen für die "Kleinen" der Szene: "Es sollte eine Leistungsgesellschaft bleiben, aber momentan ist sie zu verzerrt zugunsten der Topteams. Man sagt, es sei in der Formel 1 hart an der Spitze, aber es ist ganz unten noch härter."

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