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Problem Abrieb: Reifen für Heidfeld 2009 entscheidend

Während sich alles auf die neue Aerodynamik konzentriert, ist Nick Heidfeld überzeugt, dass die Slicks im nächsten Jahr ein entscheidender Faktor sind

(Motorsport-Total.com) - Sie sind schwarz, sie sind rund - und sie haben ab der kommenden Saison keine Rillen mehr. BMW Sauber F1 Pilot Nick Heidfeld ist überzeugt, dass die Slicks im kommenden Jahr ein entscheidender Faktor sind. Er misst ihnen sogar mehr Bedeutung bei als der neuen Aerodynamik, die mit ihren kleineren Flügeln im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses steht. Entscheidend ist für Heidfeld, das Problem der Reifenabnutzung in den Griff zu bekommen.

Nick Heidfeld

Nick Heidfeld sieht in der Abnutzung der Hinterreifen ein großes Problem

"Die Autos werden anders abgestimmt werden, aber das liegt an den Reifen, und nicht an der Aerodynamik", wurde Heidfeld von 'autosport.com' zitiert. Die Slicks bieten bei gleicher Größe mehr Grip als die Rillenreifen, die in den vergangenen Jahren zum Einsatz kamen. Das Problem dabei: "Jeder weiß, dass die Hinterreifen wie verrückt abgenutzt werden und das ist das Wichtigste, an dem gearbeitet werden muss."#w1#

Wegen der neuen Aerodynamik habe man wesentlich weniger Downforce und damit generell weniger Grip, so Heidfeld. Doch in Relation gesehen habe man nun vorne im Vergleich zu hinten zu viel Grip, erklärte er. Deshalb sei die größte Herausforderung für die Teams, die Reifenabnutzung in den Griff zu bekommen. Die Folge von zuviel Reifenabrieb hinten: Die Boliden neigen mit steigender Rundenzahl zu immer mehr Übersteuern.

"Jeder weiß, dass die Hinterreifen wie verrückt abgenutzt werden." Nick Heidfeld

Dieses Problem wurde allerdings erst jetzt beim Test in Jerez offensichtlich. Beim Test vergangenen Monat in Barcelona hatten die Teams noch Probleme damit, die Reifen auf Temperatur zu bringen. "Der Reifenabrieb hinten ist nun immens", berichtete Heidfeld. "Es ist ganz anders als in Barcelona, wo keiner sie auf Temperatur gebracht hat."

Beim Test vergangenen Monat wurde sowohl mit den weichen als auch mit den harten Slicks gefahren, "und ich denke dass keiner, nicht mal die Jungs mit viel Downforce, mit ihnen zurechtgekommen sind!" Jetzt sei das Problem, dass die Hinterreifen enorm schnell abbauen. Schwacher Trost für Heidfeld: "Das Gute ist, dass wenigstens alle in der gleichen Situation sind."

Heidfeld selbst kommt mit den neuen Reifen jedoch gut zurecht. Er werde nicht mehr wie 2008 Probleme damit haben, die Vorderreifen im Qualifying auf Temperatur zu bringen: "Nachdem wir auf zwei verschiedenen Strecken getestet haben, beginne ich, die Reifen viel besser zu verstehen", erklärte er. "Ich denke, dass ich mit den neuen Reifen schneller und einfacher zurechtkomme als mit den Reifen des vergangenen Jahres."

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