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Jerez: Buemi auch am Mittwoch vorn

Auch am zweiten Testtag in Jerez setzt Sébastien Buemi im Toro Rosso die Bestmarke - McLaren-Mercedes packt neuen Frontflügel aus

(Motorsport-Total.com) - Die aktuelle Red-Bull-Kreation ist seit vielen Wochen ungeschlagen. Auch am zweiten Testtag in Jerez setzte ein Fahrzeug aus der Feder von Designer Adrian Newey die Bestmarke. Sébastien Buemi fuhr in den Farben von Toro Rosso in 1:18.073 Minuten die schnellste Zeit des Tages und unterbot gleichzeitig seine Bestmarke vom Vortag um rund sieben Zehntelsekunden. Buemi war mit 128 Runden auch der fleißigste Pilot. Die Bedingungen in Spanien waren allerdings auch zunehmend besser.

Auch am Donnerstag mit Bestzeit: Sébastien Buemi im Toro Rosso

Am Vormittag warteten viele Teams noch etwas ab, weil die Strecke nach den Regenfällen vom Vortag immer noch recht feucht war. Gegen Mittag kam die Sonne jedoch immer mehr durch, sodass über weite Strecken des Mittwochs gute Verhältnisse herrschten. Entsprechend viel Fahrbetrieb konnte man in Jerez erleben. Zweitschnellster war heute Takuma Sato (1:18.601 Minuten/38 Runden), der Sébastien Bourdais (3./1:18.673/81) knapp in den Schatten stellen konnte.#w1#

McLaren-Mercedes: Recht zarter Frontflügel und neue Radkappen Zoom

Für den Hingucker des Tages sorgte McLaren-Mercedes. Testpilot Pedro de la Rosa (4./1:19.032/78)ließ sich am späten Vormittag erstmals den neuen Frontflügel nach 2009er Reglement ans Auto schrauben. Der Spanier fuhr anschließend in der neuen Konfiguration viele Runden und setzte gute Rundenzeiten. Der Flügel ist im Gegensatz zu den Modellen von Williams, Honda und dem BMW Sauber F1 Team wesentlich weniger wuchtig - bei natürlich gleicher Breite von 180 Zentimetern.

Während De la Rosa der neuen Aerodynamik (auch mit neuen Radkappen) auf den Zahn fühlte, saß Heikki Kovalainen (6./1:19.631/64) im MP4-23K, dem KERS-Modell der Briten und sammelte somit weitere Daten mit der neuen Hybridtechnik. Auch das BMW Sauber F1 Team führte die Tests mit KERS weiter. Nick Heidfeld (9./1:20.365/87) fuhr im konventionellen Auto und Robert Kubica (11./1:20.954/38) hatte heute das Vergnügen, erstmals mit der neuen Technologie fahren zu dürfen. Der Pole sorgte rollte wegen eines technischen Problems am Nachmittag aus.

Kam direkt vom Formel BMW Weltfinale in Mexiko nach Jerez: Robert Kubica Zoom

Für die erste Rotphase des Tages sorgte am Vormittag Fernando Alonso (7./1:19.907/105). Der Spanier, der seit dem Saisonfinale in Brasilien erstmals wieder im Auto saß, flog gegen elf Uhr wild durchs Kiesbett und beschädigte den modifizierten Renault R28 dabei leicht. Die Stimmung im Team wurde dadurch kaum getrübt. Man hatte sich mit weihnachtlichem Schmuck an LKW und in der Garage sowie einem kleinen Weihnachtsbaum im Motorhome bereits auf die kommenden Feiertage eingestellt.

Einen weiteren kleinen Abflug leistete sich Nico Rosberg (8./1:20.309/122), der das Cockpit von Teamkollege Kazuki Nakajima übernommen hatte. Der Williams-Pilot fuhr am Mittwoch mit einer halben 2009er Konfiguration. Am modifizierten FW30 war der alte Frontflügel und der neue Heckflügel. Für Ferrari verrichtete erneut Kimi Räikkönen (5./1:19.334/78) Testarbeit in Jerez. Der Finne probierte verschiedene Setups, um den Wagen an die neuen Slicks anzupassen und übergab das Auto am frühen Nachmittag an Felipe Massa (10./1:20.490/27).