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Pirelli stellt freie Reifenwahl "light" in Aussicht

Freie Wahl aus drei verschiedenen Mischungen: So stellt sich Pirelli in Zukunft die Verteilung der Reifensätze bei den Formel-1-Grands-Prix 2016 vor

(Motorsport-Total.com) - Für die Formel-1-Saison 2016 zeichnet sich nun tatsächlich eine Veränderung bezüglich der Auswahl von Reifenmischungen ab. Die ursprüngliche Idee, den Teams völlige Freiheit bei den Mischungen zu ermöglichen, lässt sich nicht umsetzen. Nun hat man sich in Gesprächen zwischen dem italienischen Hersteller und den Teamchefs offenbar auf eine "Light-Variante" verständigt nach dem Motto: "Wähle aus drei Möglichkeiten".

Pirelli Reifen Tyre

Womöglich dürfen sich die Teams bald freier bei den Reifenmischungen bedienen Zoom

"Die Idee ist, dass wir drei Mischungen definieren, aus denen dann die insgesamt 13 Reifensätze zusammengestellt werden können", wird Pirelli-Rennleiter Mario Isola von 'motorsport.com' zitiert. Es gebe demnach also keine völlige Freiheit, aber immerhin eine gewisse Varianz zwischen den Teams an Rennwochenenden. Den Mannschaften soll es zudem möglich sein, die Reifensätze nach den Vorlieben der einzelnen Fahrer zu wählen. Sprich: Nico Rosberg muss nicht die gleichen Mischungen nutzen wie Lewis Hamilton.

"Sie dürfen sogar alle drei unterschiedlichen Mischungen wählen. Wichtig ist nur, dass wir weiterhin mehr als eine im Rennen wirklich verwenden", sagt Isola. Dies würde ganz neue Möglichkeiten schaffen. Piloten könnten alle Mischungen durchprobieren und die besten während des Trainings heraussuchen. Nachteil dieser Lösung: Es stünden für ein Wochenende jeweils eine geringere Anzahl an Reifen von den drei unterschiedlichen Mischungen parat.

Die große Frage, die sich bis heute stellt: Wann müssen die Teams und Piloten ihre Entscheidungen bezüglich der Wunschmischungen getroffen haben? Hier gilt es Fristen seitens Pirelli einzuhalten, damit Produktion und Transport in annehmbarem Zeitraum erledigt werden können. Nach Informationen von 'motorsport.com' beträgt die Vorlaufzeit bei Europarennen acht Wochen, bei Überseeevents sogar 14 Wochen. Dies bedeutet, dass man bald erste Entscheidungen treffen müsste - ohne dass die neuen Boliden für 2016 ein einziges Mal getestet wurden.

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