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Petrow: "Wir konnten nicht viel ausrichten"

Renault-Fahrer Witali Petrow schildert seine Probleme im Abu-Dhabi-Rennen und spricht über die Aussichten seines Teams für den Brasilien-Event

(Motorsport-Total.com) - Witali Petrow und Renault kamen beim Großen Preis von Abu Dhabi nicht über Positionen im Formel-1-Mittelfeld hinaus. Der russische Rennfahrer und sein französisch-britisches Auto wurden nach 55 Runden auf der 13. Stelle abgewinkt, sodass es keine WM-Punkte für das Gespann gab. Petrow wurde ohnehin von der Technik eingebremst, wie er in seiner Medienrunde erläutert. Nicht alles am Renault R31 half dem Russen nämlich dabei, sich in Richtung der Top 10 nach vorne zu arbeiten.

Witali Petrow

Witali Petrow wirft einen Blick in die Daten und sieht: In Abu Dhabi lief's nicht gut...

Frage: "Witali, was kannst du vom Abu-Dhabi-Rennen berichten?"
Witali Petrow: "Leider verloren wir im Rennen schon kurz nach dem Start die Möglichkeit, den verstellbaren Heckflügel einzusetzen."

"Das Team beschloss daher, eine gewagte Strategie zu wählen. Sie holten mich herein und gaben mir die härteren Reifen mit. Damit sollte ich dann die restliche Distanz bestreiten. Diese Pneus waren aber eine Sekunde pro Runde langsamer und es war einfach nicht möglich, damit durchzufahren. Da kannst du nicht viel ausrichten."

"Ohne funktionierenden Heckflügel liegt deine Überholchance bei einem Prozent, vielleicht bei fünf oder zehn Prozent. Du weißt es einfach nicht. Es war ziemlich schwierig. Ich denke, wir begingen auch bei der Strategie einen Fehler. Klar war es ein Poker, beim zweiten Stint auf die härtere Mischung zu setzen, aber so ist es nun einmal."


Fotos: Witali Petrow, Großer Preis von Abu Dhabi


Frage: "Wie kam es zu der Entscheidung, dir die härteren Reifen mitzugeben?"
Petrow: "Ich weiß es nicht. Das Team traf diese Entscheidung noch während des Rennens. Das müssen wir erst noch analysieren. Uns ist klar, dass das Überholen nicht so einfach ist. Das Team wollte einfach etwas Anderes probieren. Auch, weil der Heckflügel nicht funktionierte."

Frage: "Wären Punkte drin gewesen, wenn alles glatt gelaufen wäre?"
Petrow: "Ja. Hätte unser verstellbarer Heckflügel funktioniert, hätten wir sicherlich eine Chance auf Punkte gehabt, denke ich."

"Die Force Indias hätten wir wahrscheinlich nicht schlagen können, doch wir hätten vermutlich mit den Sauber-Autos gekämpft. Vielleicht auch mit Force India, aber das kannst du nicht sagen. Selbst wenn unsere normale Strategie aufgegangen wäre, hätten wir es trotzdem schwer gehabt."

Frage: "Wie lauten nun deine Aussichten für Brasilien?"
Petrow: "So schwierig wie hier wird es wohl nicht werden, doch Brasilien ist auch keine einfache Nummer. Dort gibt es nur wenig Grip und der Asphalt ist ziemlich wellig. Du weißt nicht so richtig, was du dort erwarten kannst. Es hat auf jeden Fall mehr schnellere Kurven. Ich denke, es wird erneut schwierig für uns, doch warten wir erst einmal ab."