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Personaltransfer: Ferrari plant separates Haas-Zentrum in Maranello

Ferrari plant, noch mehr Mitarbeiter von der Scuderia zum Kundenteam Haas zu transferieren - Dafür soll in Maranello eine Art Haas-Zentrum eingerichtet werden

(Motorsport-Total.com) - Als Reaktion auf die kommende Budgetbeschränkung hat Ferrari bereits damit begonnen, wichtige Mitarbeiter auszulagern - etwa zu seinem Kundenteam. So wurde Anfang des Monats bekanntgegeben, dass Simone Resta, Leiter der Chassis-Entwicklung, in eine noch näher zu definierende Rolle bei Haas wechseln wird.

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Weitere Transfers sollen bald abgeschlossen sein, heißt es aus der italienischen Mannschaft. Nahe des Ferrari-Werks ist dafür die Einrichtung eines separaten Zentrums geplant, in dem die betreffenden Mitarbeiter ausschließlich für Haas arbeiten können.

"Diese Personen werden in Maranello in einem von der Scuderia Ferrari komplett separaten Gebäude sein. Sie werden keinen Zugang zum Gebäude der Scuderia Ferrari haben. Es ist getrennt und sie werden dort bleiben", erklärt Ferrari-Teamchef Mattia Binotto.

Die Beziehung mit Haas bleibe trotz des Personaltransfers wie gehabt auf Kundenbasis: "Soweit es uns betrifft, sind sie Kunden. Einige unserer Leute werden sich ihrem Team anschließen, und ich denke, das ist eine große Chance für Haas. Ich glaube, dass sie dadurch ihre Organisation und ihre technische Organisation stärken können."

Trotzdem sei Haas ein weiterhin "völlig unabhängiges Team, verglichen mit Ferrari", betont Binotto weiter. "Es ist kein Junior-Team und wir tauschen keine Informationen aus, die über das hinausgehen, was im Reglement möglich ist."


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Der Transfer der Mitarbeiter sei notwendig gewesen, um im eigenen Team die Beschränkungen der Budgetobergrenze zu erfüllen. In dem Zusammenhang hebt Binotto hervor, dass er sich viel wohler dabei fühle, Mitarbeiter zu Haas zu versetzen, als sie komplett gehen lassen zu müssen, damit andere Teams sie sich schnappen können.

"Wenn ich mich entscheiden darf und meine Organisation reduzieren muss, bin ich sicherlich glücklicher zu wissen, dass diese Jungs zum Haas-Team stoßen und es verstärken, anstatt einfach auf dem Markt zu sein und für andere Teams verfügbar. Das ist gewiss die Art und Weise, wie wir die Kooperationen betrachten."