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Chassis-Chef von Ferrari wechselt zu Schumacher-Team Haas

Ferrari schickt seinen bisherigen Leiter der Chassis-Abteilung zu Kundenteam Haas und Mick Schumacher und besetzt die freiwerdende Stelle intern neu

(Motorsport-Total.com) - Bald hat Simone Resta alle Ferrari-Teams in der Formel 1 durch: Der aktuelle Leiter der Chassis-Abteilung im italienischen Traditionsteam war 2018 zu Alfa Romeo gewechselt und 2019 zu Ferrari zurückgekehrt, ab 2021 schließlich arbeitet er für Haas - und damit für das neue Team von Formel-1-Neuling Mick Schumacher, und auch dort in leitender Funktion.

Simone Resta

Simone Resta, hier noch als Mitarbeiter von Alfa Romeo, wechselt zu Haas Zoom

Bei Ferrari rückt Enrico Cardile nach und übernimmt die Aufgaben, die derzeit noch Resta erfüllt. Dazu zählt laut Ferrari-Teamchef Mattia Binotto vor allem die "Koordination von Technik- und Personalressourcen für Leistungsentwicklung und Fahrzeugdesign".

Cardile ist schon seit 2005 für Ferrari tätig und seit 2016 in das Formel-1-Projekt involviert, zunächst als Leiter der Aerodynamik-Abteilung und Verantwortlicher für Fahrzeugkonzepte. Ihm stehen in der neuen Ferrari-Struktur Enrico Gualtieri als Motorenchef und Laurent Mekies als Sportdirektor zur Seite, weiterhin unter Teamchef Binotto.

Ferrari stellt sich für 2021 teilweise neu auf

Letzterer spricht von einer sich rasch entwickelnden Personalstruktur im Unternehmen und verweist auf die anstehenden Regeländerungen in der Formel 1: "Jeder einzelne von uns steht dann vor neuen Herausforderungen, die wir pragmatisch und unvoreingenommen angehen müssen. Deshalb haben wir vor ein paar Monaten Änderungen in unserer Organisation eingeläutet."


Mick Schumacher fährt Haas - und bald auch Ferrari?

Hat Mick Schumacher das Zeug zum Formel-1-Weltmeister? "Ja, das hat er!", sagt Experte Marc Surer. "Mit diesem Talent und mit der Art, wie er es umsetzt, ist er ideal für die Formel 1."Im Gespräch mit Christian Nimmervoll (facebook.com/F1ChristianNimmervoll) analysiert der beliebte Formel-1-Insider, der selbst 82 Grands Prix bestritten hat, Micks Chancen, eines Tages in die Fußstapfen seines Vaters Michael zu treten. Weitere Formel-1-Videos

Dazu gehört offenbar auch, die Zusammenarbeit mit Haas zu intensivieren, was jetzt auch durch den Personalwechsel unterstrichen wird. Binotto erhofft sich eine "Basis für Synergien, von der beide Seiten profitieren können, natürlich innerhalb dessen, was die FIA-Regeln erlauben", wie er sagt.

Der Wechsel des "hochgeschätzten" Resta zu Haas sei "ein weiterer Schritt in der ständigen Evolution unserer technischen Abteilung", so Binotto. "Simone wird eine wichtige Rolle im Team übernehmen."

Der neue Mann im Schumacher-Team

"Haas hat erst kürzlich seine ohnehin enge Beziehung zu Ferrari noch einmal intensiviert, indem es unseren Nachwuchsfahrer Mick Schumacher aufgenommen hat." Schumacher gibt 2021 beim US-Rennstall an der Seite eines weiteren Neulings, Nikita Masepin, sein Formel-1-Debüt.

Resta, der zu Beginn seiner Motorsport-Karriere für Minardi gearbeitet hat, ehe er 2001 zu Ferrari stieß, hat konzernintern schon einige Stationen hinter sich gebracht: Erst war er leitender Designer, später Leiter Forschung und Entwicklung, ab 2012 stellvertretender Chefdesigner und ab 2014 Chefdesigner beim Traditionsteam.

Dann folgten der Wechsel zu Alfa Romeo, die Rückholung zu Ferrari und der nun angekündigte Wechsel zu Haas im kommenden Jahr.

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