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Perez über Corona-Infektion: Dachte, ich sei der dümmste Mensch der Welt

Red-Bull-Pilot Sergio Perez spricht über den Tiefpunkt im Jahr 2020, seine Corona-Infektion - Außerdem: Wie der Wechsel zu Red Bull zustande gekommen ist

(Motorsport-Total.com) - Sergio Perez ist einer von mittlerweile fünf Formel-1-Piloten, die sich bislang mit dem Coronavirus infiziert haben. Der Mexikaner musste aufgrund milder Symptome zu Saisonbeginn 2020 beide Grands Prix in Großbritannien auslassen. "Zu jener Zeit dachte ich, ich sei der dümmste Mensch der Welt", gesteht er im Nachhinein.

Sergio Perez

Sergio Perez im neuen Red-Bull-Outfit Zoom

In einem ersten Interview für sein neues Team Red Bull hat Perez sein Jahr 2020 Revue passieren lassen. Generell sei es ein "sehr hartes Jahr" gewesen, schildert er. Zunächst aufgrund seiner Corona-Infektion. Perez war der erste Formel-1-Pilot, der sich mit dem neuartigen Virus angesteckt hatte.

"Jetzt ist es schon ein wenig normaler, dass sich Menschen damit anstecken. Aber ich war der erste Fahrer, der sich infiziert hat. Zu jener Zeit dachte ich, ich sei der dümmste Mensch der Welt. Das war wirklich hart für mich, damit umgehen zu können."

Nicht nur gesundheitlich war Perez in der ersten Saisonhälfte daher angeschlagen, auch seine beruflichen Aussichten waren alles andere als rosig. Zunächst wurde ihm von Racing Point signalisiert, dass sein Vertrag für 2021 halten werde. Dann der Schock: Perez musste für Sebastian Vettel sein Cockpit räumen.

"Das war eine sehr kritische Zeit in meiner Karriere aufgrund meines Vertrags. Ich habe den Platz in meinem ehemaligen Team verloren, am Ende ging das aber gut aus", strahlt er. Perez klammerte sich an seine einzige verbliebene Chance: Red Bull.

Erst nach Saisonende entschied das Topteam über das Schicksal von Alexander Albon. Perez erhielt die Chance und hat einen Einjahresvertrag unterschrieben. "Ich wusste nicht, was passieren würde. Als das passiert ist [und ich meinen Sitz bei Racing Point verloren habe], war ich recht entspannt", gibt er aber auch zu.


Sergio Perez in der Red-Bull-Fabrik

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Denn: "Ich habe mir gedacht, nun, ich hatte schon eine tolle Karriere bis hierher. Und ich bin sehr zufrieden mit mir selbst, aber ich muss einfach jedes Wochenende alles aus mir herausholen und dann schauen, was passieren wird."

Spätestens nach seinem Überraschungssieg in Bahrain war Perez der Favorit auf das Red-Bull-Cockpit von Albon. "Als sich diese Chance auftat, sah es manchmal besser, manchmal wieder schlechter aus. Am Ende hat es geklappt."

Perez versichert, dass er auf diese Chance, endlich für ein Topteam antreten zu können, sein ganzes Leben lang gewartet habe. "Eine solche Chance bekommt man nur einmal im Leben, das weiß ich. Daher will ich das Beste daraus machen."

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