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Perez in Sorge: Aussteigen mit Halo fünf Sekunden länger

Sergio Perez ist nicht begeistert darüber, dass das Aussteigen mit Halo rund fünf Sekunden länger dauert - Kevin Magnussen rechnet nicht mit Einführung

(Motorsport-Total.com) - Sergio Perez hat nach seinem ersten Eindruck mit dem Halo-System neue Sicherheitsbedenken geäußert. Der Mexikaner war neben McLarens Jenson Button und Max Verstappen (Red Bull) im Freien Training von Monza mit dem Bügel über dem Cockpit unterwegs und konnte nicht vollends überzeugt werden. Zwar habe ihn die gute Sicht aus dem Auto heraus überrascht, wie er zugeben muss, doch ein anderes Thema brennt ihm auf der Seele.

Sergio Perez

Sergio Perez hatte mit Halo Probleme beim Aussteigen Zoom

"Meine Sorge ist, wie langsam man aus dem Auto kommt", klagt der Force-India-Pilot. Seinen Angaben nach braucht ein Fahrer gut fünf Sekunden länger, um aus dem Auto zu steigen, als wenn er kein Halo über sich hat. "Ich fühle mich dadurch etwas unwohler, wenn ich weiß, dass ich mehr Zeit brauche, um aus dem Auto zu kommen", so Perez. "Wenn man in einer kritischen Situation ist, dann sind fünf Sekunden eine Menge."

Im Rahmen des Großen Preises von Ungarn wurde den Formel-1-Piloten ein Demovideo gezeigt, das eigentlich alle wichtigen Punkte klären sollte, doch anscheinend gibt es noch Nachholbedarf. "Es muss noch mehr Arbeit in diesem Bereich gemacht werden, damit wir nah an die Zeiten ohne Halo herankommen", sagt der Mexikaner. Auch Renaults Kevin Magnussen äußert sich in diese Richtung, doch für ihn hat Kollege Jenson Button nur einen Scherz parat.

"Wahrscheinlich hat er sich mehr Sorgen darüber gemacht, dass der Kopfschutz lose wurde", lacht der Brite angesichts des heftigen Unfalls des Dänen am vergangenen Wochenende, bei dem die Kopfstütze seines Renaults durch die Gegend geschleudert wurde. Doch der Routinier hat auch eine ernste Meinung zum Thema Halo abzugeben, nachdem er es heute erstmals testen konnte. Wie Perez hält er die Sicht aus dem Auto für in Ordnung.

Außer: "Nur die Startampel und die Boxenstopps könnten mit dem System etwas schwieriger werden, da man die Lichter nur schwer sieht. Es gibt aber so viele Möglichkeiten, die Dinge anders zu positionieren", sagt er. "Es ist etwas seltsam, denn wenn man sich auf eine Kurve konzentrieren will, dann fokussiert man irrtümlich dieses Teil zwischen deinen Augen. Man beginn also etwas zu schielen."

Doch darüber muss sich der Brite wohl keine Sorgen machen. Zum einen ist unklar, ob er 2018 noch Teil der Formel 1 sein wird, zum anderen steht auch nicht fest, ob Halo dann wirklich eingeführt werden wird. Magnussen glaubt auf jeden Fall nicht daran. "Wenn es nach mir geht, würde ich nicht damit fahren", sagt er. "Ich denke auch nicht, dass es kommen wird, sonst wäre es im kommenden Jahr schon gekommen. Jetzt wo sie es verschoben haben, werden sie mit etwas Besserem kommen."

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