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"Peinlich": Jacques Villeneuve übt Kritik an Reifenhersteller Pirelli

Jacques Villeneuve ist mit Reifenhersteller Pirelli hart ins Gericht gegangen und hält die Schäden von Baku für "peinlich" - Haben Teams mit Mindestdruck getrickst?

(Motorsport-Total.com) - Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve hat Reifenhersteller Pirelli nach den Reifenschäden in Baku kritisiert. "Reifen sollten nicht so explodieren", wird der Kanadier nach den Unfällen von Lance Stroll und Max Verstappen von 'RaceFans' zitiert. "Sie sind noch nicht einmal so viele Runden gefahren. Das ist peinlich."

Max Verstappen

Für Max Verstappen endete das Baku-Rennen vorzeitig in der Mauer Zoom

Vor allem bei Verstappen kann sich Villeneuve nicht vorstellen, dass er irgendetwas falsch gemacht hat im Umgang mit den Reifen: "Max hatte eine große Führung und musste daher nicht so schnell fahren. Ich bin mir nicht sicher, was er anders hätte machen können, denn gerutscht ist er nicht", so der ehemalige Formel-1-Pilot.

Eine offizielle Ursache für die Reifenschäden bei Stroll und Verstappen hat Pirelli noch nicht verkündet. Erste Anzeichen hatten laut Manager Mario Isola auf Trümmerteile hingedeutet, weil auch im Reifen von Lewis Hamilton ein großer Schnitt gefunden wurde.

Laut der italienischen Zeitung 'La Gazzetta dello Sport' sollen Trümmerteile jedoch genauso wenig verantwortlich sein wie eine kaputte Reifenkonstruktion oder ein Herstellungsfehler. Sie hat im Verdacht, dass die Teams selbst für die Schäden mitverantwortlich sein könnten, indem sie den Reifendruck manipuliert haben.

Pirelli hatte den vorgeschriebenen Reifendruck der Hinterreifen nach dem Freitag aus Sicherheitsgründen von 19 auf 20 psi erhöht. Einige Teams sollen jedoch absichtlich mit einem niedrigeren Druck gefahren sein, um mehr Grip zu haben.


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Zwar überwacht die FIA die Drücke vor dem Rennen und besitzt auch Zugriff auf die überlieferten Messdaten der Sensoren. Diese werden jedoch von den Teams entwickelt, was laut der Zeitung den Verdacht hegt, dass die Teams den Druck während der Fahrt umgehen können. Im kommenden Jahr soll jedes Team jedoch die gleichen Sensoren benutzen.

Allerdings bleibt abzuwarten, was Reifenhersteller Pirelli als offiziellen Grund für die Schäden verkündet.

Formel-1-Boss Stefano Domenicali stellt sich nach der Kritik aber demonstrativ vor den Hersteller, auch wenn er den Ärger nachvollziehen könne. Man müsse respektvoll gegenüber Pirelli sein und bedacht auf die Analyse der Italiener warten. "Wir haben eine Menge Vertrauen in Pirelli", stellt er gegenüber der 'BBC' klar.

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