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Max Verstappen deutet an: Werde Erklärung von Pirelli nicht glauben!

Max Verstappen ist nach seinem Unfall in Aserbaidschan frustriert und hält nicht viel von einer möglichen Erklärung von Pirelli - Positive Nachricht beim Blutdruckmessen

(Motorsport-Total.com) - Max Verstappen hat den Rennsieg von Aserbaidschan auf spektakuläre Weise verpasst. Der Niederländer sah bereits wie der sichere Sieger aus, als sich in Runde 47 auf Start-Ziel der Pirelli-Reifen des Red Bull verabschiedete. Verstappens linker Hinterreifen platzte und sein Auto bog nach rechts mit voller Geschwindigkeit in die Mauer ab.

Max Verstappen

Für Max Verstappen endete das Rennen kurz vor Schluss in der Mauer Zoom

Der Red-Bull-Pilot blieb bei dem Vorfall zwar unverletzt, konnte sich von seinem Sieg aber verabschieden. "Alles okay. Ich bin im Medical-Center gewesen, aber da war nichts falsch. Vielleicht im Kopf, aber das war schon vorher", kann er sogar schon wieder scherzen.

Für Pirelli war der Abflug von Verstappen bereits der zweite Reifenschaden in diesem Rennen. Zuvor hatte es bereits Lance Stroll (Aston Martin) auf ähnliche Weise erwischt. Angekündigt hatte sich ein Problem bei Verstappen aber nicht: "Ich habe nichts bemerkt", sagt er bei 'Sky'. Bis sein Auto plötzlich in Richtung Wand abbog.

"Der Reifen ist einfach von der Felge geflogen", beschreibt er. "Das ist ein ziemlich gefährlicher Ort für einen Reifenschaden bei den Geschwindigkeiten. Mir geht es gut, dem Auto nicht so."

"Werden wieder sagen, dass da ein Teil war ..."

Den genauen Grund für den Abflug kennt Verstappen nicht, für Reifenhersteller Pirelli hat er danach aber ein paar kritische Worte übrig: "Am Ende wird Pirelli wieder sagen, dass da irgendein Teil vom anderen Crash war oder so. Aber das kann nicht immer so sein", legt er nahe, dass er Pirellis Erklärung nicht unbedingt glauben wird.

"Wir fahren jede Runde die gleiche Linie, weil alle im Windschatten sein wollen. Es ist sehr seltsam, dass mir das passiert ist. Sie haben die Strecke gesäubert, aber vermutlich wird es Pirelli trotzdem auf Carbonteile schieben. So war es auch in Imola (2020; Anm. d. Red.), und dagegen kann man dann nichts sagen", meint Verstappen.

Natürlich werde man auch mit Pirelli sprechen. "Aber wir kennen das Ergebnis dieser Gespräche schon, und das ist schwierig zu akzeptieren."

Rennen eigentlich unter Kontrolle

Für Verstappen spricht ein Fakt gegen Trümmerteile: Denn auch Stroll hatte einen ähnlichen Abflug zuvor. "Da muss irgendetwas falsch sein", ist sich der Red-Bull-Pilot sicher. "Das ist so."

Doch egal, welche Erklärung es am Ende geben wird: Am Ausgang des Rennens wird es nichts verändern. "Das ist natürlich frustrierend", sagt er. "Ich hatte das Rennen bis dahin unter Kontrolle. Es gab keinen Druck von hinten, die Rundenzeiten waren okay, es gab kein Problem, das Auto war schnell, wir hatten die richtige Strategie, wir hatten gute Boxenstopps. Eigentlich war es ganz einfach."

Doch statt dem Sieg und möglichen 26 Zählern gab es am Ende eine Nullnummer. Glück im Unglück: Das Rennen gewann nach einem Sprint über zwei Runden Teamkollege Sergio Perez, während sich WM-Rivale Lewis Hamilton noch selbst ins Aus bugsierte.

Hamilton-Patzer beim Blutdruckmessen erfahren

Dessen Fehler bekam Verstappen gar nicht unmittelbar mit, weil er sich da gerade zur Untersuchung im Medical-Center befand. "Sie haben meinen Blutdruck gemessen, und plötzlich hat mein Telefon vibriert", erzählt er. "Ich konnte die Autos hören. Ich war dann fertig und durfte gehen und habe dann auf dem Telefon gesehen, dass Lewis ein Problem in Kurve 1 hatte."


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Somit konnte Verstappen zumindest die WM-Führung behaupten, bevor es nach zwei Stadtkursen wieder auf "normalere" Strecken geht. "Ich glaube, dass Mercedes auf einer normalen Strecke sehr schnell sein wird", sagt er. "Sie hatten auf den Stadtkursen ein paar Probleme, aber in Barcelona waren sie ziemlich schnell."

"Wir müssen weiter Gas geben. Sie haben auch ein gutes Auto, auch wenn sie das manchmal nicht sagen." Daher wäre es Verstappen eigentlich recht gewesen, wenn er vor diesen Strecken noch einmal seinen Vorsprung hätte ausbauen können. "Aber es ist, wie es ist. Wir führen die Meisterschaft immer noch an. Das hätte ich nicht erwartet, als ich in die Mauer gefahren bin."

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