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Pat Symonds über Haas: Echter Konstrukteur wäre mir lieber

Williams-Technikchef Pat Symonds hat Zweifel daran, dass das Konzept von Haas der richtige Weg für die Formel 1 ist - Der Neuling selbst jubelt ungeachtet der Kritik

(Motorsport-Total.com) - Formel-1-Neuling Haas überzeugte beim Debüt in der Königsklasse in Melbourne mit einem starken sechsten Platz. Romain Grosjean bezeichnete das Ergebnis sogar als "Sieg" für das Team. Der Franzose landete beim Saisonauftakt unter anderem vor Williams-Pilot Valtteri Bottas, der das Rennen nur auf Rang acht beendete. Williams-Technikchef Pat Symonds ist von dem Haas-Ergebnis allerdings kaum beeindruckt. Schließlich befinden sich am Auto der US-Amerikaner viele Teile von Ferrari.

Romain Grosjean

Romain Grosjean konnte unter anderem einen Williams hinter sich lassen Zoom

"Der Begriff des Konstrukteurs erodiert mehr und mehr", stellt Symonds klar und erklärt: "Was Haas gemacht hat, ist gut für ihn. Aber ich weiß nicht, ob das der Weg ist, den die Formel 1 gehen sollte. Als wir die gelisteten Teile hatten, war das ziemlich pragmatisch. Es hat dir erlaubt, ein paar sensible Dinge zu verkaufen. Ich würde es lieber sehen, wenn der Schwerpunkt auf der Konstruktion liegt."

Den Offiziellen bei Haas dürfte diese Kritik allerdings ziemlich egal sein. "Ich bin stolz", erklärt beispielsweise Teamchef Günther Steiner und ergänzt: "Gene (Haas; Anm. d. Red.) und Joe (Custer) haben an mich geglaubt. Die meisten sagen erst einmal 'Ich weiß nicht so richtig', wenn du ihnen so etwas präsentierst. Aber die beiden haben zugehört, wir haben geredet und einen Plan entwickelt."

"Das Team ist wunderbar, die letzten zwei Monate haben sie Tag und Nacht gearbeitet. Es hat sich gelohnt", freut sich Steiner und ergänzt: "Einfach zu machen, was die anderen schon gemacht und probiert haben, funktioniert nicht. Sie haben damit ja schließlich nicht viel erreicht. Wir brauchten eine neue Idee. Die Zusammenarbeit mit Ferrari und auch die neuen Regeln, die es uns erlauben, ein paar mehr Teile zu kaufen, haben geholfen."


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Auch Steiner weiß: "Ohne die Hilfe von Ferrari hätten wir das sicher nicht erreicht." Teambesitzer Gene Haas selbst erklärt: "Bernie (Ecclestone) hat uns eigentlich immer dazu geraten, es nicht zu tun. Aber wir haben weiter daran gearbeitet und es hat sich ausgezahlt. Jetzt sieht er das vielleicht ein wenig anders. Wer das wirklich will, wird seine Gelegenheit bekommen."

"Das Chassis, die Aerodynamik und der Motor funktionieren gut. Wir haben das Extrajahr genutzt, um daran zu arbeiten. Ben (Agathangelou, Chefaerodynamiker) hat eine ganze Weile an der Aerodynamik gefeilt. Jetzt liefert das Auto eine stabile Grundlage. Das grundlegende Chassis wird für uns in diesem Jahr großartig sein", hofft Haas. Die Kritik der Konkurrenten dürfte ihm dabei ziemlich egal sein.

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