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  • 19.06.2016 · 21:08

  • von Benjamin Horbelt

Pascal Wehrlein: Stretegiepoker scheitert an Bremsproblemen

Der Baku-Reifenpoker zahlt sich für Pascal Wehrlein nach Bremsproblemen nicht aus - "Das bringt nur etwas, wenn das Auto mitspielt", ärgert sich der Manor-Fahrer

(Motorsport-Total.com) - Pascal Wehrlein wollte mir einer mutigen Reifenstrategie bei der Baku-Premiere in Aserbaidschan auftrumpfen. Der Reifenpoker ging aber nicht auf, wie der Manor-Pilot nach einem technischen Ausfall eingestehen musste: "Es lief heute nicht gut für uns, da wir uns mehr erhofft hatten. Wir waren auf einer anderen Strategie als der Rest des Feldes unterwegs, womit wir uns wirklich Chancen ausgerechnet hatten. Das bringt uns aber nur etwas, wenn auch das Auto mitspielt."

Pascal Wehrlein

Aus nach Bremsproblemen: Reifenpoker ging für Pascal Wehrlein in Baku nicht auf Zoom

In der 41. Runde stoppen den Deutschen Bremsprobleme, sodass der Manor-Bolide in der Auslaufzone abgestellt werden musste: "Ich dachte, ich könnte die Lücke zu Sauber schließen, die vor mir waren. In der ersten Kurve konnte ich nicht mehr richtig bremsen, sodass es keine andere Möglichkeit gab, als das Rennen zu beenden."

Der Manor-Fahrer startete zunächst auf der Soft-Gummimischung. "Mit meiner Position war ich nach der ersten Runde zufrieden. Die Soft-Reifen fuhren sich schwieriger als die Supersoft-Reifen", analysiert Wehrlein den Grand Prix von Europa. Der Manor-Fahrer zog bei seinem nächsten Boxenstopp die im restlichen Baku-Feld eher unbeliebten Medium-Reifen auf, die dem Manor-Boliden bis zum Bremsdefekt aber durchaus guttaten.


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Zuvor schimpfte der Ex-DTM-Champion in der 23. Runde noch über eine Verwarnung der Rennleitung. Diese war warf ihm vor, die Streckenbegrenzung mit allen vier Rädern überfahren zu haben, was der 21-Jährige im Funk vehement bestritt. Es blieb bei der mündlichen Verwarnung der Kommissare.

Manor-Renndirektor Dave Ryan spekulierte offen auf ein Safety-Car, was entgegen aller Voraussagen im engen Stadtkurs während des Rennens nicht zum Einsatz kam: "Nach der großartigen Leistung in der Qualifikation und den Safety-Car-Einsätzen in den GP2-Rennen hatten wir mit Safety-Car-Unterbrechungen gerechnet. Wir haben unsere Strategie bei beiden Fahrzeugen unterschiedlich ausgelegt, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein", verrät Ryan.

"Ich musste meine Bremspunkte entsprechend jede Runde neu anpassen." Rio Haryanto

Auch Rio Haryanto hatte auf einen Einsatz des Safety-Cars gehofft. Dieser Wunsch wurde dem Indonesier aber nicht erfüllt. Stattdessen machte ihm ein defekter Frontflügel direkt zu Beginn des Rennens die Strategie kaputt: "Ich habe in der ersten Kurve meinen Frontflügel beschädigt und musste daraufhin am Ende der ersten Runde in die Box. Wir entschieden uns zu diesem Zeitpunkt für die Soft-Reifen, um auf einer Einstoppstrategie zu bleiben. Aber die verbleibenden 49 Runden waren sehr lang, sodass ich mit dem Reifenverschleiß kämpfen musste. Ich musste meine Bremspunkte entsprechend jede Runde neu anpassen." Mehr als ein 18. und damit letzter Platz war für den Manor-Piloten in Aserbaidschan nicht drin.

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