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Parr: "Sind noch ein führendes Team"

Williams-Geschäftsführer Adam Parr über die Zukunft des Teams und die beruflichen Herausforderungen in der Formel 1

(Motorsport-Total.com) - Frank Williams gibt sein Team nicht her. Das hat der britische Teamchef vor wenigen Tagen deutlich klar gemacht - ein Verkauf kommt nicht in Frage. Trotz immer wieder schwankender Leistungen hat sich der private Rennstall nun bereits 30 Jahre lang in der Königsklasse gehalten und dabei insgesamt 16 Titel gesammelt. Dennoch steht die Mannschaft vor einem Umbruch. Frank Williams und Technikchef Patrick Head werden sich nach und nach zurückziehen, die Nachfolger stehen parat: Adam Parr und Sam Michael.

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Williams hat bereits eine 30-jährige Tradition in der Formel 1 Zoom

Während Michael den technischen Part von Head weiterführen soll, wird Geschäftsführer Parr in Zukunft mehr und mehr das strategische und kommerzielle Ruder übernehmen. Eine Überraschung, denn den Briten kannte vor zwei Jahren kaum jemand im Paddock. Der Cambridge-Absolvent war jahrelang im Minen-Geschäft und Bankenwesen zuhause und hatte rein gar nichts mit der Formel 1 am Hut. Über den Aufbau von Kontakten sowie den Beweis von Führungs- und Management-Qualitäten hat sich Parr nach oben gearbeitet.#w1#

Die Aufgabe im Williams-Team ist keine leichte, denn für Privat-Rennställe ist die Königsklasse zum finanziellen Überlebenskampf geworden. Bei der britischen Traditionsmannschaft zählt man dennoch viele große, neue Sponsoren im Portfolio. "Die Wahrheit ist doch, dass die Leute lieber mit einem unabhängigen Team zusammenarbeiten möchten", erklärte Parr gegenüber 'formula1.com'. "Sie mögen einfach den Spirit."

KERS: Geringe Kosten, große Auswirkungen abseits der Formel 1?

Auch wenn Parr nicht mit "Benzin im Blut" geboren wurde, hat er sich doch schnell in den Motorsport eingefunden und den Umgang mit entsprechenden Partnern gelernt: "Wir pflegen unsere Partner gut - das müssen wir auch. Wir achten auf alle Leute, dieser Ansatz kommt von Frank. Die Leute wollen also mit einem unabhängigen Team arbeiten, aber natürlich nicht mit einem schwachen Team. Sie wollen mit jemandem zusammen sein, der konkurrenzfähig ist. Wir hatten unsere Höhen und Tiefen, aber ich glaube, wir sind noch immer in der Formel 1 ein führendes Team. Wir müssen es nur mehr zeigen."

Im mittlerweile 530 Mitarbeiter zählenden Unternehmen Williams gibt es viel Hoffnung für 2009. Die neuen Regeln sollen helfen, den Anschluss an die Spitze wieder herzustellen. Doch Parr bremst die Euphorie und verjagt ebenso das Schreckgespenst der zu hohen Entwicklungskosten: "Das einzige, was 2009 unsere Kosten etwas nach oben treibt ist KERS. Ich habe kein Problem damit zu sagen, dass KERS aber nicht einmal zehn Prozent unseres Budgets für Aerodynamik und Bauteile ausmacht. Das ist nicht so viel Geld."

"Wir betrachten es als eine hervorragende Investition in die Zukunft des Sports, aber ich glaube nicht, dass es zu großen Leistungsverschiebungen führen wird. Insgesamt meine ich, dass wir genau solche Dinge in der Formel 1 angehen sollten, weil es eine viel größere Bedeutung hat als nur in der Formel 1", fasste der Williams-Geschäftsführer zusammen.

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