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Paddy Lowe: Motoren sollten einen Unterschied machen

Mercedes-Technikchef Paddy Lowe spricht sich gegen eine Motorenangleichung aus: Er kann nicht verstehen, wieso nur andere Teile einen Vorteil bringen dürfen

(Motorsport-Total.com) - Beim Treffen der Formel-1-Kommission am gestrigen Dienstag in London konnte man sich weder auf ein neues Aerodynamik- noch auf ein neues Motorenreglement einigen. Am 30. April ist die Deadline für die Saison 2017, doch in beiden Themen ist die Meinungslage zu unterschiedlich, als dass man eine gemeinsame Lösung finden konnte. Besonders bei den Motoren drängt der Automobilweltverband FIA auf einige Punkte, die von anderer Seite kritisch gesehen werden.

Paddy Lowe

Paddy Lowe ist gegen eine Angleichung der Motorenleistung Zoom

Die vier Stützpfeiler der FIA-Forderungen sind neben besserem Sound und einem sinkenden Motorenpreis auf zwölf Millionen Euro auch eine Liefergarantie für bedürftige Teams, damit es einen Fall wie Red Bull im vergangenen Jahr nicht mehr geben wird, die bei allen Teams abblitzten und wieder zurück zu Renault gehen mussten, und ein Leistungsangleich der Aggregate, die alle innerhalb von zwei Prozent liegen sollen.

Das bedeutet, dass Mercedes im Notfall seine Leistung zurückschrauben müsste, oder dass etwa Renault mehr Token für die eigene Entwicklung bekommen könnte. Doch bei Mercedes ist vor allem dieser Vorschlag nicht gerne gesehen. Die Silberpfeile haben seit der Einführung der Turboaggregate zur Saison 2014 den besten Motor und dementsprechend einen Vorteil. Technikchef Paddy Lowe sieht keinen Grund, warum man nicht auch bei diesem Bauteil einen Vorsprung herausarbeiten kann.


Paddy Lowe: Mercedes will alle Bereiche optimieren

Technisches Briefing mit Paddy Lowe über den neuen Mercedes F1 W07 Hybrid. Weitere Formel-1-Videos

"Es gab diese kurze Phase in der Formel 1, in der die Motoren eingefroren waren, aber für mich ist das eine Anomalie", sagt er gegenüber 'ESPN'. "Für mich steckt das Detail schon im Namen: Es wird aus gutem Grund Motorsport genannt." Der Brite kann nicht verstehen, wieso Motoren daher keinen Unterschied ausmachen sollen. "Wenn es in der Formel 1 um Wettbewerb von Sportlern und Technologie geht, dann sollte es auch jede Technologie sein - und nicht nur die, die die Leute gerade wollen."

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