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Offiziell: Andreas Seidl neuer "Managing Director" bei McLaren

Von Porsche zu McLaren: Der gebürtige Passauer Andreas Seidl wird mit 43 Jahren Chef eines der traditionsreichsten Teams der Formel 1

(Motorsport-Total.com) - Unsere Leser wissen es bereits seit 23. November, nun ist es auch offiziell bestätigt: Der 43-jährige gebürtige Passauer Andreas Seidl wird de facto neuer Teamchef bei McLaren. Wie das britische Team am Donnerstagmorgen bekannt gegeben hat, wird Seidl als "Managing Director" (übersetzt in etwa Generaldirektor oder Hauptgeschäftsführer) für den Formel-1-Rennstall unter Vertrag genommen.

Andreas Seidl

Andreas Seidl (43) wird de facto neuer Chef des McLaren-Formel-1-Teams Zoom

Seidl berichtet in dieser Funktion an seinen Vorgesetzten Zak Brown, den Geschäftsführer von McLaren Racing, und ist laut McLaren-Presseaussendung verantwortlich "für alle Aspekte des Formel-1-Programms". Der ehemalige Porsche-WEC-Teamchef tritt damit in die Fußstapfen des ehemaligen McLaren-Rennleiters Eric Boullier, der seit Juli 2018 nicht mehr beim Team ist. Allerdings trägt Seidl mehr Verantwortung für einen breiter gesteckten Bereich als Boullier.

"Andreas", sagt Brown, "ist eine hochkompetente Führungspersönlichkeit. Er hatte mit jedem Projekt, in das er involviert war, Erfolg, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm." Zuletzt führte Seidl Porsche (gemeinsam mit Fritz Enzinger) von 2015 bis 2017 zu drei Le-Mans-Siegen und drei WEC-Titeln en suite. Davor war er zwischen 2000 und 2009 für BMW in der Formel 1 tätig, ab 2006 als "Head of Track Operations" des Sauber-BMW-Teams.

Seidl sei für McLaren "in zweierlei Hinsicht" eine wichtige Personalie, unterstreicht Brown: "Erstens ist es ein weiterer wichtiger Schritt für unseren Performance-Plan und unser langfristiges Engagement in der Formel 1. Zweitens ist Führung auf Senior-Management-Ebene unseres Formel-1-Teams ein wichtiges Element für die McLaren-Strategie, auch in andere Motorsportserien zu expandieren."

An Seidl berichten im Rahmen der neuen McLaren-Struktur, die in den nächsten Monaten schrittweise in die Praxis umgesetzt wird, drei Abteilungsleiter: Erstens Technikchef James Key, der voraussichtlich gegen Ende des ersten Quartals 2019 zum Team stoßen wird. Zweitens Teammanager Paul James. Und drittens Betriebsdirektor Simon Roberts. Key wiederum sind die Ingenieure Peter Prodromou, Andrea Stella und Heimkehrer Pat Fry unterstellt.


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Seidl freut sich "auf das enorme Privileg und die Herausforderung" und unterstreicht, wie "besonders und inspirierend" es sei, für ein so traditionsreiches Team wie McLaren zu arbeiten. Dafür ließ er sogar die Perspektive sausen, bei einer Marke wie Porsche die Motorsportabteilung zu leiten, mit dem Formel-E-Programm als Speerspitze. Aber als bei Porsche die Formel-1-Pläne begraben wurden, ließ auch Seidls Interesse an dem ihm angebotenen Posten nach.

Auch außerhalb der Formel 1 nehmen die neuen McLaren-Strukturen übrigens langsam Formen an. In der Ebene unter Brown gibt es drei Positionen im Organigramm: Seidl als Chef für die Formel 1, Robert Fernley als Chef für das IndyCar-Programm - und eine noch zu benennende Person, falls McLaren auch in die WEC einsteigen sollte. Dazu kommt Gil de Ferran, der als Sportdirektor alle drei Säulen (Formel 1, IndyCar, WEC) berät.

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