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Neuer Williams-Windkanal in Betrieb genommen

Planmäßig hat das Williams-Team seinen neuen Windkanal in Betrieb genommen - doch noch steht die Kalibrierung an

(Motorsport-Total.com) - Wenn die Motoreningenieure Monate hart schuften, um einen Leistungsvorteil zu finden, holen die Aerodynamiker in wenigen Wochen denselben Geschwindigkeitszuwachs aus dem Auto über die Aerodynamik heraus. Bekanntlich ist ein Aerodynamiker jedoch nur so gut wie sein Werkzeug, das man ihm an die Hand gibt, und hier möchte Williams durch den kürzlich abgeschlossenen Bau eines neuen Windkanals die Konkurrenz ein- und vielleicht sogar überholen.

Antonia Terzi

Antonia Terzi ist die Chefaerodynamikern des Williams-Teams

Im Spätsommer 2002 fiel der Startschuss nach der Freigabe für das Bauvorhaben des rund 40 Millionen Euro teuren Windkanals, dessen Bau nun planmäßig abgeschlossen werden konnte. Williams besitzt zwar bereits einen der besten Windkanäle der Formel 1, aber man gerät langsam aber sicher in Rückstand, weil in den letzten Jahren Ferrari, Renault, McLaren, Jaguar und zuletzt Sauber neue Windtunnel in Betrieb nahmen.#w1#

"Unser derzeitiger Windkanal ist sehr gut, aber der neue wird eine größere Leistungsfähigkeit besitzen", so Direktor Patrick Head, Technischer Direktor des Williams-Teams. "Er wird allen Schnickschnack haben. Der alte Tunnel wurde immer verbessert, und das wird er auch weiterhin, sodass wir zwei Anlagen zur Verfügung haben werden. Wir werden neue Leute anstellen, um die Aerodynamikabteilung für die neue Anlage zu vergrößern."

Doch bis der neue Windkanal wirklich einsatzbereit ist, wird noch einige Zeit vergehen, weil dem Team noch die aufwendige Kalibrierung bevorsteht: "Wir haben schon ein paar Kalibrierungsläufe durchgeführt und der Windkanal wird im Verlauf der nächsten drei oder vier Monate einsatzbereit sein", wird Chefingenieur Sam Michael von 'Autosport' zitiert. Nach Einschätzung von Michael wird aber wohl erst der kommende FW27 von der Neuanschaffung profitieren.

In den vergangenen Jahren galt das Aerodynamik-Konzept der Williams-Boliden als zu konventionell. Mit der Verpflichtung der ehemaligen Ferrari-Aerodynamikerin Antonia Terzi hat das Designer-Team für diese Saison mit der "Hammerhainase" ein völlig neues Konzept gewagt. Vermutlich bedarf es aber noch einiger Monate, vielleicht sogar Autogenerationen, bis dieses Konzept, wohl auch mithilfe des neuen Windkanals, ausgereizt ist.

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