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Neuer Motor hilft Haas: Das Team mit dem goldenen Clou

Haas war in Spielberg urplötzlich die Spitze des Mittelfeldes: Hauptgrund dafür ist ein neuer Ferrari-Motor, auch wenn der Teamchef die Bedeutung herunterspielt

(Motorsport-Total.com) - Nicht Williams oder Force India waren in Spielberg die ersten Verfolger des Mittelfeldes, sondern etwas überraschend das Haas-Team. Der amerikanische Rennstall zeigte in der Alpenrepublik seine beste Saisonleistung und fuhr aus eigener Kraft auf Rang sechs vor - Ähnliches hatte sich schon im Qualifying angedeutet, als Romain Grosjean ebenfalls "Best of the Rest" war. Die Frage ist nur, wieso Haas urplötzlich so zulegen konnte.

Romain Grosjean, Kimi Räikkönen

Haas konnte zu Beginn des Rennens sogar mit Ferrari kämpfen Zoom

Die Antwort liegt vor allem unter dem Heck des VF-17 versteckt. Haas bekam in Spielberg einen nagelneuen Ferrari-Motor eingebaut, der auf Augenhöhe mit dem Werksteam ist. "Wir haben die gleiche Spezifikation wie sie", bestätigt Teamchef Günther Steiner. Und weil Motorenleistung auf dem Red-Bull-Ring eine Menge zählt, konnte Haas am vergangenen Wochenende glänzen.

"Es sieht gut für Ferrari aus. Es zeigt, was sie beim Motor drauf haben", muss auch Kevin Magnussen angesichts der neuen Stärke zugeben. Denn eigentlich hatte der Rennstall nicht damit gerechnet, in Österreich sein bislang bestes Wochenende zu erleben. "Nichts lief nach Plan - aber das auf eine gute Art", lacht Magnussen - das jedoch noch vor dem Rennen, in dem er mit Hydraulikproblemen ausschied.

Bei der Mittelfeld-Konkurrenz ist man auf jeden Fall nicht verwundert, dass Haas plötzlich so stark war. "Haas ist doch eigentlich Ferrari-B-Team. Das sieht man überall, auch am Motor", unkt Toro-Rosso-Pilot Carlos Sainz. "Wenn die keine Probleme mit den Bremsen oder mit Bodenwellen oder Randsteinen haben, dann wird das immer sichtbar." Ausnahmsweise gab es tatsächlich keine Probleme mit den Bremsen - auch ein Grund für die Stärke von Haas.


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Doch Teamchef Steiner möchte den Fortschritt nicht allein auf den Antrieb schieben: "Natürlich hilft der Motor, das würde ich niemals verneinen, aber man kann nicht nur mit einem Motoren-Update eine halbe Sekunde gewinnen", betont er. Dafür seien die Performance-Gewinne, die man derzeit herausholen kann, zu gering geworden. Bei den Amerikanern würden andere Stellschrauben mit hineingreifen.

"Wir haben ein Set-up gefunden, außerdem passt das Auto zur Strecke", sagt der Südtiroler. "Diese Art der Strecke liegt uns einfach. Wenn man sich unsere Zeiten im dritten Sektor anschaut, dann sind die ziemlich gut." Und dort kommt es bekanntlich nicht auf Power vom Motor an.

Trotzdem trägt der Motor einen gewichtigen Teil bei. Weil der Haas zu Saisonbeginn sehr langsam auf den Geraden war, musste man etwas Abtrieb wegnehmen, um das Auto schneller zu machen. Dadurch war der Bolide für Grosjean und Magnussen aber schwieriger zu fahren. "Probleme sind offensichtlicher, wenn man wenig Grip hat", sagt Grosjean. Mit dem Motoren-Update ist man aber auch diesem Problem wieder ein wenig Herr geworden.

Bei Haas weiß man, das jede Zehntelsekunde etwas bringt. Denn je schneller man ist, desto besser bekommt man auch die Reifen zum Arbeiten. "Ein Aero-Update ist nicht nur das, was man im Windkanal sieht, auch die Reifen sind im besseren Fenster", nickt Steiner. "Es ist eine Kombination von Dingen. Es ist nicht nur eine Sache, bei der man dann sagen kann, dass man so viel schneller ist."

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