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Neuer Mercedes: Motorenchef hielt viele Projekte für unmöglich

"Wollt ihr uns verarschen?!": Wie Mercedes-Antriebsspezialisten beim neuen W09 Aerodynamiker-Wünsche erfüllten, die zunächst undenkbar schienen

(Motorsport-Total.com) - Mit der Fertigstellung des Mercedes W09 für die Formel-1-Saison 2018 wären Projekte in die Tat umgesetzt worden, die selbst die eigenen Ingenieure für unmöglich hielten - das meint zumindest der Motorenchef der Silberpfeile. Andy Cowell staunt über den neuen Rennwagen, der in vielen Bereichen extremer geworden ist als sein Vorgänger: "Vor neun Monaten haben wir uns gewundert, ob solche Sachen denkbar sind. Heute sagen Mechaniker, Fahrer und alle anderen: 'Ist das nicht toll?!'"

Andy Cowell

Hatte eine lange Wunschliste der Kollegen abzuarbeiten: Motorenchef Cowell Zoom

Dass die Antriebsspezialisten in Brixworth scheinbar aussichtslose Projekte in Angriff nahmen, hatte mit dem Druck der anderen Abteilungen zu tun. "Es ist keine Schlacht auf den Prüfständen, sondern es geht um Rennautos. Was die Aerodynamiker sagen, hat viel Gewicht", betont Cowell, dass sich ein Formel-1-Hybride nicht autark entwickeln lassen würde. Er ballt die zur Veranschaulichung die Faust: "Sie kommen immer mit Designs an, für die der Antriebsstrang so groß sein müsste."

"Bestenfalls ein Schwerpunkt unter dem Unterboden, null Gewicht und unendlich Pferdestärken. Keine Wärmeabstrahlung und keine Vibrationen nicht zu vergessen", frotzelt Cowell in Richtung des Mercedes-Technikchefs James Allison, dem das sogenannte Packaging (der Einbau des Antriebs in das Chassis) nicht eng vonstattengehen kann. "In der Fertigung fragen sie dann: 'Wie sollen wir das bauen? Wollt ihr uns verarschen?!'", schildert Cowell eine Episode aus dem Mercedes-Alltag.


Präsentation F1 W09 EQ Power+

Am Ende würde (fast) alles bewerkstelligt - und über ein komplettes Jahr hinweg mit kleinsten Schritten ein optimales Paket geschnürt. "Etwas mag nur zwei Tausendstelsekunden bringen, aber wenn man es zehnmal macht, dann sind es schon zwei Hunderstel", sagt Cowell. In Brixworth diskutiert man schon jetzt mögliche Perspektiven für 2019. Noch dürfte vieles unmöglich erscheinen.

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