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Räikkönen vor BMW Freitagsschnellster in Monza

Die Tifosi dürfen sich freuen: Kimi Räikkönen erzielte im zweiten Training Bestzeit vor Robert Kubica und Nick Heidfeld - Adrian Sutil in den Top 10

(Motorsport-Total.com) - Wer das Gewitter heute Morgen miterlebt hat, der hätte wohl nicht gedacht, dass das zweite Freie Training in Monza normal über die Bühne gehen kann. Aber der Wettergott hatte ein Einsehen und so fiel während der 90-minütigen Nachmittagssession kein Regen mehr. Das erlaubte regen Fahrbetrieb in Vorbereitung auf Qualifying und Rennen.

Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen: Erst neuer Ferrari-Vertrag, dann Bestzeit im Freitagstraining

Das 5,793 Kilometer lange Autodromo Nazionale di Monza präsentierte sich zu Beginn noch in feuchtem Zustand, doch die Hochgeschwindigkeitsstrecke trocknete nach und nach ab und war in der Schlussphase komplett trocken. So fielen dann auch die Zeiten sukzessive - erst ganz am Ende ergab sich ein einigermaßen stimmiges Bild. Schnellster war sehr zur Freude der italienischen Tifosi ein Ferrari-Pilot: Kimi Räikkönen (31 Runden) in 1:23.861 Minuten.#w1#

BMW Sauber F1 Team wie erwartet stark

Nach seinem Ausfall von Spa-Francorchamps und der kurz zuvor bekannt gegebenen Vertragsverlängerung mit Ferrari bis Ende 2010 setzte der amtierende Weltmeister damit ein psychologisch wichtiges Ausrufezeichen. Außerdem verhinderte er eine Bestzeit des erwartet starken BMW Sauber F1 Teams, das mit Robert Kubica (+ 0,070/26 Runden) und Nick Heidfeld (+ 0,086/29 Runden) auf den Plätzen zwei und drei landete.

Heidfeld war im teaminternen Vergleich mit Kubica anfangs deutlich langsamer, wurde dann aber immer schneller und hätte den Polen beinahe sogar noch geknackt. Erst hinter den beiden folgte Lewis Hamilton (+ 0,122/25 Runden); Heikki Kovalainen (beide McLaren-Mercedes/+ 0,504/29 Runden) fuhr am Ende noch Zwischenbestzeit in Sektor zwei, wurde aber wegen eines kleinen Fehlers in der Parabolica nur Siebenter.


Fotos: Großer Preis von Italien, Freitag


Felipe Massa (Ferrari/+ 0,386/34 Runden) wurde Sechster. Die drei Topteams lagen damit ziemlich eng beisammen, übrigens auch bei den Topspeeds: Im Windschatten eines Konkurrenten erzielte Hamilton einen Wert von 346 km/h, die anderen fünf Spitzenpiloten lagen aber zwischen 341 und 344 km/h - wobei interessanterweise die Ferraris am langsamsten unterwegs waren. Doch das muss für den Rest des Wochenendes noch nicht viel bedeuten.

Starke Deutsche - Ausnahme: Glock

Durchaus positiv verlief die Session für die Deutschen, denn neben Heidfeld schaffte auch Nico Rosberg (5./Williams-Toyota/+ 0,249/33 Runden) ein Topresultat. Sebastian Vettel (Toro-Rosso-Ferrari/+ 0,912/35 Runden) wurde Zehnter, Timo Glock (Toyota/+ 1,536/28 Runden) hingegen nur 17. Generell liefen die Toyotas bei den doch recht kühlen Bedingungen nicht so gut wie noch in Budapest und Valencia.

Dafür sorgte Adrian Sutil (Force-India-Ferrari/+ 0,808/22 Runden) für eine positive Überraschung, indem er auf Rang acht fuhr - knapp vor seinem Teamkollegen Giancarlo Fisichella (13./+ 1,343/24 Runden). Sutil sorgte allerdings auch mit einem Dreher in der zweiten Lesmo-Kurve für Aufsehen und vor allem nach abgelaufener Zeit, als er schon abgewunken war, aber trotzdem noch eine Runde drehte - das könnte seitens der Rennleitung Konsequenzen geben.

Ausritte und Dreher am laufenden Band

Adrian Sutil

Fast jeder Fahrer war im Training zumindest einmal neben der Strecke Zoom

Zwischenfälle gab es auf der noch nicht allzu griffigen Fahrbahn sowieso en masse, aber die meisten davon blieben ohne Folgen. So zerstörte zum Beispiel Mark Webber (8./Red-Bull-Renault/+ 0,660/35 Runden) eine Vodafone-Werbetafel in der Auslaufzone der ersten Schikane und Nelson Piquet (20./Renault/+ 2,334/23 Runden) setzte ein paar Meter weiter innen auf einem Höcker auf und musste daher wohl oder übel 24 Minuten vor Schluss aussteigen.

Renault war ohnehin eine Enttäuschung, denn auch Fernando Alonso (+ 1,620/22 Runden) kam nicht über Position 18 hinaus. Der Ex-Weltmeister machte seinem Frust Luft, als er binnen weniger Sekunden in beiden Lesmos spektakuläre Drifts abfing und anschließend die Hände vom Lenkrad nahm, um seinen Unmut zu signalisieren. Schwacher Trost: Der für morgen vorhergesagte Regen könnte wieder alles auf den Kopf stellen...

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