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Michael will sich mit Stil verabschieden

Der scheidende Williams-Technikchef Sam Michael ist fest entschlossen, seine Amtszeit erfolgreich zu beenden - Angebot zur Weiterbeschäftigung abgelehnt

(Motorsport-Total.com) - Die Meldung über die Umstrukturierung im Williams-Team hatte in den vergangenen Tagen für Aufsehen gesorgt. Zum Ende der aktuell laufenden Saison werden sowohl Technikchef Sam Michael als auch Chefaerodynamiker Jon Tomlinson das Team verlassen müssen. Was Michael betrifft, so steht in Person von Mike Coughlan bereits Ersatz parat.

Sam Michael (Technischer Direktor)

Williams-Technikchef Sam Michael wird seinen Posten Ende des Jahres räumen

Ungeachtet seines Rückzugs ist Michael fest entschlossen, dem FW33 in dieser Saison das Laufen beizubringen. Ein erster Schritt in diese Richtung soll bereits am Wochenende in Istanbul dank einiger Neuentwicklungen wie einem neuen Front- und Heckflügel sowie einem neuen Unterboden passieren.

"Meiner Meinung nach steht das Team kurz davor, mit dem Fahrzeug respektable Leistungen abzuliefern", so Michael gegenüber 'Autosport'. "Die Bereiche, in denen wir wirklich innovativ waren, wie zum Beispiel beim Getriebe, werden alsbald ihre Wirkung zeigen."

Nach Aussage des noch im Amt befindlichen Technikchefs seien nur "ein paar kleinere Schritte nötig, um den FW33 konkurrenzfähig zu machen". An neuen Ideen und Konzepten mangele es nicht, woraus der Australier seine Zuversicht für einen erfolgreichen Abschluss seiner Williams-Ära schöpft.

"Wir haben unser KERS-Paket im Vergleich zu den anderen Teams mit sehr knappen Mitteln geschnürt. Dennoch hatten wir im Renneinsatz keinerlei Probleme damit", so Michael. Während der Wintertestfahrten standen die beiden FW33 von Rubens Barrichello und Pastor Maldonado allerdings des Öfteren still, was unter anderem auch am innovativen Getriebe lag. "Da haben wir vielleicht etwas übertrieben", gesteht der 40-Jährige rückblickend. "Andererseits mussten wir einen Quantensprung probieren, wenn man bedenkt, wo wir mit unserem vorherigen Getriebe standen."

Angebot zur Weiterbeschäftigung abgelehnt

Den endgültigen Durchbruch auf dem Gebiet der Schalteinheit erwartet Michael für die kommende Saison. "Wir planen einen ersten Einsatz des Getriebes für 2012 noch in diesem Jahr, sodass es noch vor Saisonende zuverlässig sein sollte."

Nach Aussage des scheidenden Technikchefs wurde ihm teamintern durch Boss Frank Williams und Geschäftsführer Adam Parr für die Saison 2012 eine andere Stelle offeriert, die er jedoch dankend abgelehnt hat. "Mir wurde eine neue Rolle als Vorgesetzter der Ingenieure angeboten. Dies wäre in meinen Augen jedoch nicht fair gewesen gegenüber den nachrückenden Ingenieuren", so Michael.

Abschließend bekräftigt der seit zehn Jahren bei Williams tätige und seit dem Jahr 2004 als Technikchef agierende Australier seine Entschlossenheit, die Saison stilvoll zu beenden. "Ich bleibe bis Ende des Jahres 2011 bei Williams angestellt und voll engagiert", versichert Michael, der sich während der kommenden Monate zunächst noch auf die Weiterentwicklung des aktuellen Boliden konzentrieren wird, bevor er den nachrückenden Ingenieuren mit Rat und Tat zur Seite stehen will.

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