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McLaren oder Williams? - Montoya muss sich entscheiden

Montoya steht diese Saison im Schatten seines Teamkollegen und fühlt sich benachteiligt, nun spekuliert er auf einen Teamwechsel

(Motorsport-Total.com) - Ein Blick in die Fahrerwertung zeigt es schwarz auf weiß: Juan-Pablo Montoya liegt mit insgesamt 55 Punkten auf dem dritten Rang, Ralf Schumacher hat mit 53 Punkten zwei Zähler weniger und belegt Rang vier. Was nach einem, wenn auch kleinen, Vorsprung des Kolumbianers gegenüber seinem deutschen Teamkollegen aussieht, verhält sich in Wahrheit aber ganz anders.

Juan-Pablo Montoya (BMW-Williams)

Montoya könnte 2004 unter Umständen für McLaren-Mercedes fahren Zoom

Bei den Weiß-Blauen ist nämlich eindeutig "Schumi II" der bislang stärkere Fahrer in diesem Jahr. Der 28-Jährige kam seit dem Saisonauftakt in jedem Rennen ins Ziel und holte mit Ausnahme des letzten Grand Prix, wo ein zusätzlicher Boxenstopp auf Grund in den Kühler geratender Wrackteile notwendig wurde und er leer ausging, ansonsten auch in jedem Rennen Punkte. Auch die einstige Domäne von Montoya, die Qualifikation, gehört dieses Jahr dem Deutschen.

"Schumi II" 2003 der stärkere Pilot bei Weiß-Blau

Drei Mal startete Ralf Schumacher von der Pole Position aus und insgesamt setzte er sich am Samstag, im Kampf um die beste Startposition für das Rennen, auch teamintern mit 8:3 gegenüber seinem Teamkollegen durch. Auftrieb gaben dem Deutschen auch die beiden Siege auf dem Nürburgring und in Magny-Cours.

Dass sich "Schumi II" ähnlich wie der FW25 im Verlauf der Saison immer mehr gesteigert hat, nagt an einem ganz besonders: Juan-Pablo Montoya.

Der Kolumbianer, eigentlich bei Teamchef Frank Williams und Technikdirektor Patrick Head und im gesamten Team sehr beliebt, fühlte sich auf Grund der starken Vorstellungen seines Stallgefährten mit dem Rücken zu Wand. Die Konsequenz: Verstimmungen ließen nicht lange auf sich warten.

Montoya fühlt sich ungerecht behandelt

So führte Montoya die besseren Leistungen seines Teamkollegen im BMW-Williams-Boliden auf eine unfaire Bevorzugung zurück, denn um die Abstimmung des Autos von Ralf Schumacher kümmerten sich bis vor kurzem zwei Renningenieure; und zwar mit mehr Erfolg als Montoya und der eine ihm zur Seite stehende Ingenieur.

Der Grund, warum im Fahrerlager von Silverstone die Nachricht vom möglichen Wechsel Montoyas zu McLaren-Mercedes die Runde machte und sich im Nachhinein als mehr als nur ein bloßes Gerücht entpuppt hat, ist aber ein anderer. Montoya hat es sich mit seiner "Frustreaktion" beim Frankreich-Grand Prix teamintern verscherzt.

Beim zehnten WM-Lauf kam der Rennfahrer aus Bogota nämlich einfach etwas früher zum Reifenwechsel und Nachtanken als geplant und hätte womöglich die Führung übernommen, hätte Ralf Schumacher seinen Stopp wie vorgesehen absolviert. Der Deutsche bemerkte jedoch die Situation und zog seinen Besuch an der Box ebenfalls vor. Ergebnis: "Schumi II" blieb ganz knapp vor Montoya und fuhr seinen zweiten Sieg in der Saison heraus.

Hat Montoya Ralf Schumacher über Funk angeschwärzt

Von der Kaltschnäuzigkeit des Deutschen überrascht, beschwerte sich Montoya dann über Funk beim Team und warf der Mannschaft Parteinahme zu Gunsten von Ralf Schumacher vor und schwärzte den Deutschen angeblich an, er habe unter gelben Flaggen überholt.

Nach dem Rennen musste sich der Kolumbianer auf Grund dieser Ausraster eine Standpauke von Patrick Head anhören. Die trug ganz sicher nicht dazu bei die Stimmung des 27-Jährigen zu verbessern. Kurze Zeit später kamen die Spekulationen um einen möglichen Teamwechsel von "JPM" von Weiß-Blau zu Silber auf.

Trotz "kugelsicheren" Vertrags könnte Frank Williams Montoya ziehen lassen

Zwar besitzt Montoya einen Vertrag bis Ende 2004, welcher laut Teamchef Frank Williams kugelsicher ist, doch McLaren-Boss Ron Dennis lässt das Dokument von seinen Anwälten prüfen. Alles Anzeichen dafür, dass die Verstimmungen zwischen Montoya und BMW-Williams ernst sind.

Selbst wenn der Vertrag keine Möglichkeit bietet Montoya loszueisen, so wäre ein Wechsel zu McLaren-Mercedes dennoch möglich, denn mit einem Piloten eine weitere Saison zu bestreiten der sich vom Team benachteiligt fühlt ist ganz sicher nicht im Interesse von Frank Williams.

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