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Erfolgreicher Test für Kiesa und Bruni im Minardi

Minardis neue Fahrer absolvierten in Fiorano eine kurze Vorbereitung auf ihren ersten Einsatz im Rahmen eines Formel-1-Wochenendes

(Motorsport-Total.com) - Nachdem sich das Minardi-Team von allen anderen Rennställen das Okay dazu geholt hatte, absolvierten am Freitag die Neuzugänge Nicolas Kiesa und Gianmaria Bruni in Fiorano einen Testtag zur Eingewöhnung an den Minardi PS03.

Nicolas Kiesa (Minardi-Cosworth)

Kiesa legte am Freitag 310 Kilometer im PS03 zurück

Bei Sonnenschein und Temperaturen bis zu 31 Grad Celsius, fuhr der für Justin Wilson nachrückende Nicolas Kiesa insgesamt 310 Kilometer, um sich mit den Systemen des Autos vertraut zu machen und die für die Erlangung der FIA-Superlizenz notwendigen Kilometer in einem Formel-1-Auto zu absolvieren. Die persönlich schnellste Rundenzeit des Dänen lag nach insgesamt 106 Runden bei 1:02.601 Minuten.

"Den ersten Eindruck bekam ich schon auf der Installationsrunde, als ich spüren konnte, dass das Auto sehr leistungsstark ist. Ich stieg kräftig aufs Gas und die Performance war einfach beeindruckend. Die größte Überraschung waren ohne Zweifel die Bremsen, welche in ihrem Ansprechverhalten unglaublich stark waren. Sobald man sich aber erst einmal daran gewöhnt hat, kommt man recht gut zurecht. Ich bremste immer ungefähr beim 100-Meter-Schild, welches ich als Referenzpunkt nutzte und verlagerte dann meinen Bremspunkt immer weiter", schilderte Kiesa nach dem Test seine Eindrücke.

Der 22-jährige Däne weiter: "Die Geschwindigkeit die man mit in die Kurven hineinnimmt ist im Vergleich zu denen in einem F3000-Auto auch sehr beeindruckend. Ich selbst bin erstaunt, dass ich die kompletten 300 Kilometer heute ohne physische Probleme durchgestanden habe. Nachdem ich die ersten 200 Kilometer am Vormittag absolviert hatte, hatte ich leichte Nackenschmerzen, doch nachdem ich die komplette Distanz absolviert habe, fühle ich mich besser als heute Morgen und hätte noch weiter fahren können. Das war auf jeden Fall eine großartige Erfahrung und ich kann es jetzt gar nicht mehr abwarten nächstes Wochenende in Hockenheim zu fahren."

Neben Kiesa durfte auch Gianmaria Bruni in den PS03 steigen. Der Italiener wird auf dem Hockenheimring an den zweistündigen Testfahrten am Freitag teilnehmen und spulte gestern als Vorbereitung darauf 30 Kilometer ab.

"Das war wirklich aufregend, als wenn man eine unglaubliche PlayStation benutzen würde", zeigte sich Bruni nach seiner Fahrt beeindruckt. "Ich konnte heute zwar nur ein paar Shakedownrunden fahren, doch ich habe es genossen das Auto zu fahren und mich ziemlich schnell daran gewöhnt. Die Jungs aus dem Team waren alle sehr hilfreich und haben mir den Druck vor meiner ersten Formel-1-Erfahrung genommen. Nun kann ich es kaum erwarten in der nächsten Woche erneut im Auto zu sitzen."

Teamchef Paul Stoddart zeigte sich nach dem Testtag, der nicht dazu diente Verbesserungen des Autos zu testen, sondern um den beiden Piloten die notwendige Erfahrung im Formel-1-Auto zu verschaffen, zufrieden: "Das Team ist sehr zufrieden mit Nicolas Leistung über die 310-Kilometer-Distanz die er absolviert hat und wenngleich er nur wenige Shakedownrunden absolvieren konnte, so hat Gianmaria ebenfalls exzellent gearbeitet und schien mit der Leistung des F1-Autos sehr schnell klar zu kommen. Ich möchte Ferrari dafür danken, dass sie es uns erlaubt haben so kurzfristig in Fiorano zu fahren und es Nicolas ermöglichten vor dem Rennen in Hockenheim eine komplette Grand Prix-Distanz zu absolvieren. Außerdem danke ich allen anderen Teamchefs, die diesem einmaligen Test trotz der Testverbotsvereinbarung zugestimmt haben."

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