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McLaren in den Top 10 - Button beklagt plötzlichen Grip-Verlust

Mit Platz sieben und acht startet McLaren gut ins Ungarn-Wochenende, jedoch nicht ohne Probleme: Motor-Wechsel bei Alonso, Grip-Probleme bei Button

(Motorsport-Total.com) - Der Hungaroring ist für Jenson Button und Fernando Alonso ein ganz besonderes Pflaster. Nicht nur, dass beide hier vor Jahren ihren ersten Formel-1-Sieg eingefahren haben. 2015 verzeichneten sie mit dem hoffnungslos unterlegenen McLaren nahe Budapest auch ihr bestes Teamergebnis (Platz fünf und neun), Button sogar sein bestes Saisonergebnis. Beim Großen Preis von Ungarn 2016 will das britische Team diese positive Bilanz fortschreiben und hat am Freitag den ersten Grundstein gelegt.

Jenson Button

Button hat die Tücken des Hungarorings am Freitag zu spüren bekommen Zoom

Denn mit den Rängen sieben und acht konnten sich Alonso (1:22.328 Minuten) und Button (1:22.387) am Freitag als Anführer des Mittelfeldes hinter den drei Top-Marken Mercedes, Red Bull und Ferrari etablieren. "Ich bin glücklich mit dem Auto. Auch die Longruns haben sich gut angefühlt", resümiert Button sein zweites Freies Training. Bereits in der ersten Trainingssession belegten er und Alonso Platz sieben und acht, konnten ihre Zeiten am Nachmittag aber noch einmal deutlich steigern.

Doch die Streckenbedingungen seien tückisch, gibt Button zu. In beiden Sessions hatten er und sein Teamkollege Dreher. "Die Strecke macht Spaß. Es gibt viel Grip. Das einzige Problem ist, dass der Unterschied zwischen Grip und kein Grip massiv ist", erklärt der Brite. "Wenn du nur ein bisschen slidest oder zu viel pushst, verliert der Reifen plötzlich an Haftung und du fühlst dich wie ein Amateur bei dem Versuch, das Auto wieder einzufangen. Es ist sehr ungewöhnlich. Das können selbst die Besten nicht vorhersehen."

Wechsel der Antriebseinheit bei Alonso - Vorsichtsmaßnahme


Fotos: McLaren, Großer Preis von Österreich


Auf dem neu asphaltierten Kurs müsse man sich an das Verhalten der Reifen erst gewöhnen, sagt der 36-Jährige weiter: "Bei den Softreifen ist der Abbau kein Problem, mit den Supersofts haben wir noch etwas zu kämpfen." Auch Teamkollege Alonso merkt an, dass es noch einiges zu verbessern gebe, insbesondere beim Set-up. "Aber wir haben ein paar Ideen", so der Spanier. Er war im zweiten Freien Training mit neuer alter Antriebseinheit unterwegs, nachdem die Daten vom Morgen einige Anomalien anzeigten.

"Es hat sich nicht so angefühlt, als ob mit dem Motor etwas nicht stimmt, aber nach der Session gab es Unstimmigkeiten in den Daten und deshalb hat Honda entschieden, für FP2 zu tauschen", erklärt Alonso. Er fuhr daraufhin mit einer gebrauchten Antriebseinheit, die bereits in Österreich, Monaco, Kanada und Baku zum Einsatz kam. Das Team betont jedoch, dass diese über die jüngsten Updates am ERS und am Verbrennungsmotor verfüge. Es drohe weder ein Performanceverlust noch eine Strafe.

Wie Honda-Chef Yusuke Hasegawa verrät, habe die Anomalie den Verbrennungsmotor betroffen und sei auf der letzten Runde in Alonsos erstem Freien Training aufgetreten. Man habe daher kein Risiko eingehen wollen und werde die Daten nun weiter untersuchen. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist es schwer vorherzusagen, wo wir mit unserer Performance an diesem Wochenende stehen", sagt der Japaner weiter, "aber beide Fahrer waren mit dem Auto zufrieden. Das ist ein guter Start ins Wochenende."

McLaren will in Ungarn beide Fahrer in die Punkte bringen


Fotostrecke: Triumphe & Tragödien in Ungarn

Auch Rennleiter Eric Boullier nennt McLarens Auftakt zum Großen Preis von Ungarn "ermutigend". Das kurvenreiche Layout des Hungarorings komme dem MP4-31 mehr entgegen als so manch anderer Kurs, glaubt er. Ziel sei es daher, "beide Autos so gut wie möglich zu platzieren und sie in eine gute Ausgangsposition für doppelte WM-Punkte am Sonntag zu bringen". McLaren-Pilot Alonso weiß, wie wichtig der Startplatz für ein gutes Rennen in Ungarn sein kann.

"Überholen ist auf dieser Strecke sehr schwierig. So weit vorn wie nur möglich zu starten, ist von größter Bedeutung", betont er und hält einen Einzug in Q3 für durchaus realistisch: "Ich denke, wir haben gute Chancen. Schließlich hat es schon in ein paar vergangenen Rennen erfolgreich geklappt." Gefahr droht dabei insbesondere von hinten. Im Freien Training konnten Alonso und Button die Konkurrenz von Force India, Williams und Toro Rosso noch hinter sich lassen. Doch der Abstand ist gering.

"Das Mittelfeld ist eng beieinander. Wir sind Siebter und Achter. Aber die Konkurrenz hinter uns ist nah dran, dort lauert definitiv der Kampf", bestätigt Button. 'Sky'-Experte Marc Surer prophezeit McLaren dennoch ein "gutes Wochenende": "Die Honda-Power ist hier nicht so entscheidend, und dass das Chassis gut ist, haben wir in Silverstone gesehen. Als es feucht war, war Button vorne dabei." Zwar soll es auf dem Hungaroring trocken bleiben, doch das hat den Briten schon 2015 nicht gestört.

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