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McLaren-Geschäftsführer Neale: Wollen 2015 vorne mitmischen

McLaren-Renndirektor Eric Boullier und Geschäftsführer Jonathan Neale sprechen über den neuen McLaren MP4-30 und über ihre Erwartungen gegenüber Honda

(Motorsport-Total.com) - Für McLaren-Renndirektor Eric Boullier und Geschäftsführer Jonathan Neale war es ein besonderer Tag. Am Donnerstag wurde der neue McLaren-Honda MP4-30 der Weltöffentlichkeit präsentiert. Es soll ein Neustart sein, ein Anknüpfen an vergangene Glanzzeiten und eine neue Ära einleiten.

Eric Boullier

Eric Boullier zeigt sich zusammen mit Jonathan Neale kämpferisch Zoom

Boullier selbst verbindet viel Geschichte mit der Partnerschaft von Honda und McLaren: "Honda-McLaren ist ein Kult-Name in der Formel-1-Geschichte. Ich habe viele Erinnerungen daran, natürlich an viel Erfolg auf der Rennstrecke, an die Anzahl der Siege in einer Saison - also gibt es viel Druck, aber positiven Druck."

Diesem Druck will man in Woking mit einer neuen Philosophie entgegensteuern. Der Franzose erklärt, dass man zwar die McLaren-DNS beibehält, aber trotzdem einiges umstellt: "Wir haben die Philosophie des Autos geändert, nicht die DNS. Die McLaren-DNS ist immer noch hier und ich hoffe, dass sie noch lange bestehen wird, aber das Paket, wie wir das Auto handhaben, hat sich verändert." Die Ingenieure im McLaren-Technologie-Zentrum seien sehr aufgeregt. Es sei "womöglich eines der besten jemals gebauten Formel-1-Autos", meint Boullier mit einem Lächeln im Gesicht.

Boullier: Müssen auf dem Boden bleiben

Trotzdem mahnt er zur Vorsicht: "Wir müssen auf dem Boden bleiben und wir müssen sehen, was passieren wird, und wie wir abschneiden werden." Am ersten Februar wird der Bolide von Fernando Alonso und Jenson Button erstmals auf die Strecke gehen. Der Spanier, der in diesem Jahr zu McLaren zurückkehrt, wird den neuen Renner als erster ausfahren.


McLaren-Honda-Launch 2015: Eric Boullier

Interview mit Renndirektor Eric Boullier: "Die Fahrer sind Teil unserer neuen Philosophie, die Performance auszuschöpfen" Weitere Formel-1-Videos

Boullier erklärt, was er als Schlüsselfaktor für Erfolg auf der Rennstrecke ausmacht: "Der Schlüssel ist die Leistung des Autos über das Jahr zu entwickeln. Wir wissen, dass das Auto, das man beim Launch sieht, nicht das Auto sein wird, das die Testfahrten bestreiten wird." Und auch jenes Auto in Jerez und Barcelona wird nicht der Rennbolide für Melbourne sein. Boullier gibt sich zuversichtlich, auch wenn vor allem am Anfang der Saison noch viel Arbeit auf die McLaren-Mannschaft wartet. "Wir wissen kurzfristig zumindest wohin wir gehen wollen. Wir wissen, dass das Potenzial für die kommenden Jahre sehr groß ist. Und unser Ziel ist es sehr erfolgreich zu sein."


Präsentation des McLaren MP4-30

McLaren-Geschäftsführer Jonathan Neale weiß, dass mit der Rückkehr von Honda als Motorenlieferant, nicht nur die Marke McLaren im Fokus steht, sondern der Sport allgemein. "Dass Honda nun wieder am Start ist, bedeutet nicht nur für McLaren gute Aussichten, sondern für alle Fans. Es ist immer toll, wenn eine neue Marke in den Sport kommt. Darauf darf man sich freuen."

Honda bringt frischen Wind nach Woking

Diesen Einstieg der Japaner habe man in Woking dazu genutzt einige Dinge umzustellen, erzählt Neale. "Wir wollen die stetigen Fortschritte aus dem Vorjahr fortsetzen. Dabei nun Honda an unserer Seite zu haben, ist aufregend." Immerhin verbinde man Honda und McLaren immer mit den Erfolgen aus den 1980er- und 1990er-Jahren, erinnert der Brite an die Zeiten mit Ayrton Senna und Alain Prost.


Fotostrecke: Honda-Meilensteine in der Formel 1

Was nimmt man sich bei McLaren für die Zukunft vor? "Unsere Ambitionen sind groß. Honda kommt mit keinem geringeren Ziel zurück in die Formel 1 als ganz vorne zu fahren. Sie wollen Rennsiege und Titel einfahren - genau diese Ziele machen uns zu solch guten Partnern." Aber: "Bei allen Ambitionen müssen wir auch realistisch bleiben. Honda hatte im Vergleich zu den anderen Motorenherstellern nur halb so viel Zeit für die Entwicklung des Antriebs. McLaren muss gleichzeitig weiter aufholen." Bei den Testfahrten Ende November in Abu Dhabi schaffte der McLaren mit Honda-Antrieb in zwei Tagen nur fünf Runden.


McLaren-Honda-Launch 2015: Jonathan Neale

Interview mit Betriebsdirektor Jonathan Neale: "Wir bringen das gigantische Know-how von McLaren mit dem von Honda zusammen" Weitere Formel-1-Videos

Neale meint, es sei schwierig einzuschätzen, wo McLaren-Honda im Endeffekt stehen wird. "Es sind zahlreiche Gegner am Start, die im vergangenen Jahr schnell waren und auch in diesem Jahr bestimmt sofort zum Start vorne sein werden." Er gibt sich kämpferisch: "Im Verlauf des Jahres werden wir dort vorne mitmischen können."

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