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Max Verstappen: Wusste nicht, ob die Bremsen funktionieren

Max Verstappen krönt sich zum ersten Sieger in einem Formel-1-Sprint, die Poleposition für das Rennen am Sonntag hing aber am seidenen Faden

(Motorsport-Total.com) - Den Grundstein für den Eintrag in die Geschichtsbücher legte Max Verstappen mit einem heißen Start - im wahrsten Sinne des Wortes. Unmittelbar, bevor die Ampeln zum Start des ersten Sprints der Formel-1-Geschichte erloschen, stach noch eine ziemlich große Flamme aus seiner linken vorderen Bremsanlage. Das Aufwärmen der Bremsen und Reifen hatte Verstappen offenbar sehr genau genommen.

Max Verstappen (Red Bull) im Sprintqualifying zum Großen Preis von Großbritannien der Formel 1 in Silverstone

Max Verstappen ist der erste Sieger eines Sprints in der Formel-1-Geschichte Zoom

"Ein bisschen Feuer ist okay, aber an einem Punkt war es ziemlich stark. Ich habe in meinen Spiegel auf die Jungs hinten geschaut und dachte nur: 'Macht hin!'", scherzt Verstappen. Doch lange musste sein Red Bull nicht mehr stillstehen. Der Start erfolgte und Verstappen stürmte noch vor der ersten Kurve an Lewis Hamilton vorbei.

Doch die zuvor brennenden Bremsen sorgten auch für einige Unsicherheiten beim Niederländer. "Als ich dann in Kurve 3 gefahren bin, war ich mir nicht sicher, ob die Bremsen funktionieren würden, aber zum Glück war der Schaden nicht so groß", atmet er auf und freut sich für die Zuschauer, die die Szenerie fotografiert haben. "Immerhin hatten sie ein schönes Motiv", scherzt er.

Mercedes mit Vorteilen im Topspeed

In den folgenden Kurven nach dem Start drückte Hamilton extrem und wollte unbedingt vorbei, doch Verstappen verteidigte sich mit allen - auch strittigen - Mitteln, etwa mit einer Zickzack-Fahrt auf der Gegengerade. Der Red-Bull-Pilot blieb vorne und kontrollierte danach das Geschehen über die 17 Runden. Somit trug sich Verstappen als erster Sprintsieger in die Annalen der Formel 1 ein und startet das Rennen am Sonntag von der Poleposition.


21.00 Uhr: Der Talk zum ersten F1-Sprint

"Es ist schwierig, hier zu überholen. Wir hatten einen guten Start und einen schönen Kampf mit Lewis in der ersten Runde", schildert Verstappen. Sukzessive baute der Niederländer seinen Vorsprung aus, um Hamilton gar nicht die Gelegenheit zu geben, mit DRS anzugreifen.

Der Mercedes ist an diesem Wochenende deutlich stärker auf Topspeed abgestimmt, weshalb Verstappen die Zeit in den Kurven herausfahren musste. An diesem Set-up kann Red Bull bis zum Rennen am Sonntag aufgrund der Parc-ferme-Bestimmungen auch nichts mehr ändern.

Marko erwartet "schwierige Sache" für das Rennen

"Wir wussten, dass der Mercedes extrem schnell im ersten Sektor ist, deshalb war es für uns unglaublich wichtig, nach der ersten Gegengerade vorne zu bleiben", sagt Teamchef Christian Horner, der den Fakt hervorhob, dass "erstmals seit neun Jahren" kein Mercedes von der Poleposition in Silverstone starten wird. "Max hat das Rennen unheimlich gut gemanagt, der Start war entscheidend", sagt Horner.

Doch sowohl bei Verstappen als auch bei Hamilton zeigten die Medium-Reifen gegen Ende des Sprints deutliche Blasenbildung. "Er hat dann das Rennen kontrolliert, aber es war ein Zittern. Denn wir hatten auch ziemliche Vibrationen", sagt Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko im 'ORF', der für das Rennen deshalb "eine ganz schwierige Sache" vermutet.

Das Team wies Verstappen in den letzten Runden an, von den Randsteinen fernzubleiben und die Vorderreifen nicht so stark zu belasten. Dadurch kam Hamilton noch einmal deutlich näher. "Das war aber nur eine taktische Entscheidung", stellt Marko klar.

Verstappens Vorsprung jetzt bei 33 Punkten

Den Hauptgrund für den Reifenverschleiß sieht Verstappen in der anderen Herangehensweise im Sprint im Vergleich zum Hauptrennen. "Wir sind mit weniger Benzin losgefahren und haben die Autos Runde für Runde durch die schnellen Kurven geschickt. Es war hart für die Reifen, aber es ist für alle gleich", sagt er weiter.

Belohnt wurde er nicht nur mit einem Siegerkranz, den auch Hamilton und Valtteri Bottas auf Platz drei erhielten, sondern auch mit drei Punkten. Damit baute er seinen Vorsprung auf Hamilton, der zwei Zähler bekam, in der WM-Wertung auf 33 Punkte aus - passend zu seiner Startnummer.

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