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Massa verteidigt Rosberg: Strafe nicht gerechtfertigt

Felipe Massa hält die Strafe gegen Nico Rosberg nach dessen Manöver gegen Lewis Hamilton in Österreich für unangebracht - Was Rosberg trotzdem falschgemacht hat

(Motorsport-Total.com) - Wie bei jedem kontroversen Manöver ist auch das Fahrerlager der Formel 1 gepalten über Nico Rosbergs Blockadeversuch gegen Lewis Hamilton beim Großen Preis von Österreich 2016. Mit der Kollision schnitt sich Rosberg selbst in Fleisch und wurde schließlich nur Vierter statt Erster oder Zweiter. Felipe Massa hält deshalb auch die Strafe von zehn Sekunden gegen Rosberg für ungerechtfertigt. Allerdings sei Rosberg auch leicht über die Grenzen hinausgegangen.

Felipe Massa

Felipe Massa nimmt Nico Rosberg teilweise in Schutz Zoom

Massa, der mit Lewis Hamilton zwischen 2008 und 2011 einige Male aneinandergeraten war, verteidigt Rosbergs Grundidee: "Das würde jeder machen, wenn jemand anders versucht, einen über die Außenbahn zu überholen. Da wartet man ein bisschen mit dem Einlenken, weil der andere einen sonst am Kurvenausgang überholen kann. Das ist Teil des Spiels. Ich denke, es war nicht so falsch, was er getan hat. Vielleicht war es ein bisschen über dem Limit, aber er hat halt um eine Position gekämpft und ist nicht so sehr im Unrecht."

Massa glaubt aber auch, dass Rosberg zu lange gewartet habe, um einzulenken. Ähnlich sahen es die Rennkommissare, die Rosberg schuldig sprachen, Hamilton von der Strecke gedrängt zu haben. "Sicherlich war es ein bisschen zu viel des Guten", sagt der Williams-Pilot. "Als ich es mir das erste Mal angesehen habe, dachte ich, es wäre ein normaler Rennunfall gewesen, aber aus der Onboard-Perspektive sieht es so aus, als sei er in wenig übers Limit hinausgegangen." Ob Rosberg aufgrund der Bremsprobleme nicht einlenken konnte, weil sonst das kurveninnere Rad blockiert hätte, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben.

Die Strafe allerdings sieht Massa für nicht gerechtfertigt an, obschon sie nichts am Ergebnis verändert hat: "Er hat schon für das, was er getan hat, bezahlt, indem er Vierter wurde. Ich glaube, die FIA wollte einfach zeigen, dass sie etwas tun, aber er hat eigentlich nichts getan, wofür man ihn bestrafen müsse." Massa rät Hamilton und Rosberg außerdem, sich gegenseitig in Zukunft mehr zu respektieren. "Aber das ist nicht, so einfach, schließlich kämpfen sie um die Weltmeisterschaft", schließt der Brasilianer ab.

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