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Massa rät Nasr zum Teamwechsel: Sauber bringt's nicht

Felipe Massa macht sich Sorgen um eine erfolgreiche Zukunft von Brasilianern in der Formel 1: Felipe Nasr soll von Sauber zu vielversprechenderem Team wechseln

(Motorsport-Total.com) - Brasilien gilt als eine der traditionsreichsten Formel-1-Nationen. Das Land hat bereits 44 Grands Prix ausgetragen, aus dem 200-Millionen-Einwohner-Staat in Südamerika kamen prominente Piloten wie die Ex-Champions Ayrton Senna, Emerson Fittipaldi und Nelson Piquet (alle Infos in unserer Formel-1-Datenbank!). Da Felipe Massa seine Karriere am Ende der Saison beenden wird und Landsmann Felipe Nasr noch keinen Platz für die Saison 2017 sicher hat, droht ein Jahr ohne Brasilianer in der Formel 1. Es wäre das erste seit 1969!

Felipe Massa, Felipe Nasr

Die aktuellen Formel-1-Brasilianer: Felipe Massa (li.) und Felipe Nasr (re.) Zoom

"In Brasilien ist das eine große Sorge. Wir alle hoffen, das Felipe Nasr im kommenden Jahr weiterhin in der Formel 1 sein wird", meint Massa im Rahmen des aktuellen Grand-Prix-Wochenendes 2016 in Mexiko-Stadt. Der aktuelle Sauber-Pilot muss um ein weiteres Engagement in der Königsklasse zittern. Die Schweizer halten sich noch alle Optionen offen. Man ist auf der Suche nach einem Piloten mit großem Budget. "Wartet bis zum Brasilien-Rennen", vertröstet Nasr alle fragenden Journalisten.

"Ich kann allen sagen, dass im Hintergrund hart gearbeitet wird. Es kümmern sich Leute darum. Es gibt noch einige freie Plätze. Hoffentlich ist bald alles gesichert", so der 24-Jährige. Man sei in Gesprächen mit mehreren Teams, allerdings habe man keinerlei Kontakt zu Force India. "Ich wünsche mir, dass er ein gutes Auto bekommt. Ich glaube nicht, dass er ein solches bei Sauber bekommen wird. Vor allem nicht, wenn man immer einen alten Antrieb von Ferrari nutzt", meint Massa.


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Der Williams-Pilot hatte seine Formel-1-Karriere 2002 bei den Schweizern begonnen. Nun sieht der das Team aus Hinwil nicht als gute Adresse für talentierte Piloten. "Generell gibt es bezüglich brasilianischer Piloten einige Sorgen. Es kommt nichts nach. Es fehlt einfach an entsprechenden Kategorien, in denen Talente lernen können, bevor sie nach Europa wechseln." In den Nachwuchsrennserien sind Sponsoren gefragt - und die sind angesichts wirtschaftlicher Schwierigkeiten in Brasilien derzeit kaum zu finden.

Aus Sicht von Massa ist bei der Förderung von brasilianischen Talenten nun der hiesige Automobilverband stark gefordert. Von jener Seite sei in den vergangenen Jahren wenig bis gar nichts gekommen. "Ich selbst habe mich eingebracht. Ich habe mal am Aufbau einer Serie mitgewirkt", so Massa. "Es war bestimmt die günstigste Einsteigerklasse der Welt, aber trotzdem gab es nicht genügend Starter. Es hat nicht funktioniert. Ich habe dort einiges an Geld verloren. Jetzt habe ich kein Interesse mehr an so etwas."