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Mercedes-Junioren: Ocon hat die besseren Karten als Wehrlein

Während Pierre Gasly über einen Wechsel zu Manor verhandelt, erklärt Toto Wolff, dass Wehrlein/Ocon nicht zwangsläufig einen Mercedes-Motor fahren müssen

(Motorsport-Total.com) - Nachdem Valtteri Bottas für 2017 bei Williams unterschrieben hat (offizielle Bestätigung steht noch aus), ist die nächste große Frage auf dem Transfermarkt, was mit den beiden Mercedes-Junioren Pascal Wehrlein und Esteban Ocon geschehen wird. Die aus Sicht der beiden Nachwuchsfahrer beste Variante wäre, wenn einer bei Renault und einer bei Force India platziert werden könnte.

Pascal Wehrlein und Esteban Ocon

Es kann nur einen geben: Pascal Wehrlein und Esteban Ocon Zoom

Bei Renault ist allerdings nur Ocon ein Thema. Der 20-jährige Franzose ist erklärter Wunschkandidat von Teamchef Frederic Vasseur. Seine Konkurrenten um das Cockpit an der Seite von Nico Hülkenberg sind Kevin Magnussen, Jolyon Palmer und Felipe Nasr. Letzterer bringt einerseits Sponsorengeld mit, andererseits seine brasilianische Herkunft. Renault-Konzernchef Carlos Ghosn, so munkelt man, würde gern den brasilianischen Markt bedienen.

Sollte Ocon bei Renault den Kürzeren ziehen, könnte er bei Force India landen. Dort darf sich auch Wehrlein Chancen ausrechnen. Force India hat beide Mercedes-Junioren bereits getestet. Das größere Talent, heißt es, sieht das Teammanagement langfristig betrachtet in Ocon. Mit Mercedes gilt es für so eine Konstellation die kommerziellen Rahmenbedingungen zu verhandeln. Die Stuttgarter beliefern das finanzschwache Team bekanntlich mit Motoren.

Wenn Ocon bei Renault abblitzt und das Force-India-Cockpit bekommt, wäre für Wehrlein ein Verbleib bei Manor der Plan B. Wobei nicht gesagt ist, dass beide Mercedes-Junioren zwangsläufig in einem Team mit Mercedes-Kundenmotoren fahren müssen: "Sie könnten auch mit anderen Motoren platziert werden", erklärt Sportchef Toto Wolff auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com'. Also zum Beispiel bei Haas oder Sauber.

"Es gibt noch ein paar freie Plätze", sagt Wolff. "Im Moment verhandeln wir für beide mit mehreren Teams. Es gibt einige Optionen. Wir wollen einerseits so früh wie möglich Klarheit haben, aber andererseits stehen wir nicht unter Zeitdruck. Wir können uns Zeit lassen, den Markt ein bisschen besser zu verstehen." Und: "Beide verdienen es, in der Formel 1 zu sein. Wir werden uns dafür einsetzen, damit sie sich weiterentwickeln können."

Inzwischen zeichnet sich ab, dass zumindest eines der beiden Manor-Cockpits von Pierre Gasly besetzt werden könnte. Der Red-Bull-Junior, der beim Saisonfinale in Abu Dhabi noch Meister werden kann, kommt bei Toro Rosso zumindest 2017 noch nicht unter. In Austin traf er sich zu Gesprächen mit dem Manor-Team. Jetzt muss mit Helmut Marko nur noch besprochen werden, ob Red Bull eine Mitgift für ihn bezahlen würde.

Für Wehrlein geht es indes in den verbleibenden vier Rennen darum, sich im direkten Vergleich mit Ocon in die bessere Position zu bringen, denn momentan steht der Franzose etwas höher im Kurs. Das gilt für Renault und Force India, aber nicht zwangsläufig für Mercedes. Denn auf die Frage, wen er denn lieber fördern würde, wenn er vor die Wahl gestellt wäre, antwortet Wolff mit einer Metapher: Als Vater liebe er all seine Kinder gleich...

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