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Ocon: Sitzposition macht Unterschied "wie Tag und Nacht"

Unter welchen Qualen Esteban Ocon im Manor bis vor zwei Rennen litt, wieso in Malaysia der Knoten platzte und wie er bei der Setup-Arbeit einen Sprung machte

(Motorsport-Total.com) - Bei seinen ersten drei Rennen konnte Esteban Ocon die hohen Erwartungen nicht erfüllen, doch seit Sepang hat Pascal Wehrlein gegen den Franzosen große Mühe. Zuletzt in Suzuka hatte der Deutsche das Nachsehen. Das Geheimnis liegt in der verbesserten Sitzposition des 1,86 Meter großen Rookies. "Das ist eine große Hilfe", sagt der Manor-Pilot. "Wie Tag und Nacht. Ich habe jetzt ein viel besseres Gefühl für das Auto, spüre, was es macht."

Esteban Ocon

Esteban Ocon wurde im Manor zunächst Opfer seiner Körpergröße Zoom

Wer die Details kennt, versteht, warum Ocon von Tag und Nacht spricht. Nachdem Mercedes seinen Schützling neu vermessen ließ, wurde ihm ein neuer Sitz angepasst: Er sitzt nun vier Zentimeter tiefer im Cockpit, die Lenksäule berührt nicht mehr seine Beine. Das ist nicht nur aerodynamisch ein Vorteil, sondern auch deutlich bequemer. Laut den Kollegen von 'auto motor und sport' war sein gesamter Rücken nach dem Rennen in Singapur wundgescheuert.

Ganz optimal ist die Lösung noch nicht, denn der Helm stört nach wie vor den Luftstrom zur Airbox. Das Team stößt nun aber an seine Grenzen. "Es ist das Maximum von dem, was möglich ist", bestätigt Ocon. "Es reicht aber aus, damit ich mich wohlfühle. Ich nehmen alles an Platz, was ich kriegen kann. Die Cockpits sind heute sehr eng, davor war es zu eng."

Doch das ist nicht der einzige Grund, warum der 20-Jährige Fortschritte gemacht hat. Auch die Reorganisation des Teams vor zwei Grands Prix hat sich bezahlt gemacht. "Das hat sich ausgezahlt, und wir haben uns deutlich verbessert", sagt Ocon. "Das betrifft aber nicht nur mich: Wir sind Sauber wirklich viel näher gekommen." Allgemein hält er sich bedeckt, er spricht aber von einer "anderen Herangehensweise an die Arbeit. Das funktioniert jetzt viel besser."

Der Manor-Pilot hat auch seine persönliche Herangehensweise an ein Rennwochenende verändert. "Zunächst wollte ich immer zuerst die bestmögliche Leistung im Auto bringen, und dann das Auto verändern", erklärt er. "Das hat nicht wirklich funktioniert. Wenn man sich selbst und das Auto aber gleichzeitig verändert, dann holt man mehr Zeit. Das macht einen schneller."

Sein Fazit: "In der Formel 1 muss man sich ein bisschen weniger auf das Fahren konzentrieren und ein bisschen mehr auf das Auto, dann hat man mehr davon. Das Setup bietet so viele Möglichkeiten, und es gibt viel zu entdecken." In diesem Bereich ortet er aber selbst noch viel Verbesserungspotenzial.

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