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  • 11.12.2008 · 16:06

  • von Roman Wittemeier

Massa hofft auf brasilianische Honda-Käufer

Felipe Massa war ebenfalls vom plötzlichen Ausstieg von Honda überrascht: "Vielleicht kommt ja ein brasiliansicher Käufer"

(Motorsport-Total.com) - Für Felipe Massa ist eine lange Urlaubszeit vorbei. Gestern Nachmittag schwebte der Vizeweltmeister in Jerez ein und fuhr anschließend noch 90 Minuten mit dem modifizierten Ferrari, um sich wieder an das Formel-1-Tempo zu gewöhnen. Heute bestreitet der Brasilianer seinen ersten vollen Testtag seit dem Saisonfinale in seiner Heimat "Ich freue mich jetzt darauf, endlich mehr über die neuen Regeln zu lernen", sagte Massa in Jerez.

Felipe Massa hat 2008 den Titel um einen einzigen Punkt verpasst

"Das Auto ist mit dem geringen Abtrieb schon ganz anders als vorher", schilderte der traurige Sieger von Interlagos. "Aber die neuen Reifen sind viel besser. Mir frischen Gummis ist das Gefühl klasse, aber wenn sie abbauen, wird das Heck sehr unruhig. Da muss man dann vorsichtig sein. Aber dieses Auto ist ja nicht jenes Auto, mit welchem wir im kommenden Jahr fahren."#w1#

Der neue Ferrari für 2009 wird sich nicht nur im Bereich Aerodynamik, Antrieb und KERS verändert, sondern auch eine neue Gewichstverteilung aufweisen. Damit soll der Reifenverschleiß an der Hinterachse weniger Auswirkungen haben. "Man muss den Fahrstil anpassen, immer vorsichtig mit dem Auto sein. Gerade mit alten Reifen müssen wir uns schon umstellen." Auch er möge die Optik der 2009er Generation nicht.

Felipe Massa

Die emotionalen Momente vom Saisonfinale in der Heimat sind vergessen Zoom

"Es sieht so aus, als würden wir ins Jahr 1995 zurückgehen oder sö ähnlich", erklärte Massa schmunzelnd. "Es sieht schon seltsam aus. Unser jetziges Auto ist im Vergleich zu dem, welches wir nächstes Jahr fahren werden, richtig hübsch. Aber so sind die Regeln nun einmal. Wir machen das Beste daraus. Die Form der Autos ist ja für alle gleich."

Mit Sorge betrachtete Massa die jüngsten Ereignisse in der Formel 1. Zum Abschied von Honda sagte er: "Das ist schlimm für die Formel 1. Man fährt am liebsten gegen viele andere Autos und man gewinnt doch am liebsten gegen Werke wie Honda, Toyota, Mercedes oder BMW. Wenn eine dieser Mannschaften weggeht, ist das immer traurig. Aber vielleicht kauft ja jemand das Team und bringt es an den Start. Vielleicht kauft ja ein brasilianisches Unternehmen und setzt die Hondas ein. Ein brasilianisches Team wäre sehr interessant."

Nach Ansicht des Vizechampions habe man mit den von FIA und FOTA verhandelten Sparmaßnahmen nun eine gute Richtung gefunden, um die Formel 1 zu stabilisieren. "Die wirtschaftliche Krise ist schlimm, aber sie wird vorbeigehen. Es werden irgendwann Teams zurückkehren. Ich hoffe, dass jemand Honda kauft und wir 20 Autos am Start haben." Die eigene Enttäuschung nach der Niederlage gegen Lewis Hamilton hatte Massa nach eigener Aussage schnell abgehakt: "Nach einem Tag. Nein, sogar nach wenigen Stunden. Ich bin nicht der Typ, der wegen so etwas frustriert ist."

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