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  • 27.03.2011 · 11:58

  • von Stefan Ziegler

Marussia-Virgin meistert die Melbourne-Distanz

Timo Glock und Jerome D'Ambrosio fuhren beim Saisonauftakt der Formel 1 zwar am Ende des Feldes, kamen aber immerhin über die Runden

(Motorsport-Total.com) - Das erste Etappenziel ist erreicht: Marussia-Virgin brachte beim Großen Preis von Australien beide MVR-02-Rennwagen über die Distanz und sicher ins Ziel, womit das Team den ersten Teilerfolg des Jahres bejubeln darf. Vollkommen sorgenfrei verlief der Grand Prix in Melbourne allerdings nicht, denn bei Timo Glock gab es technische Probleme, die den 29-jährigen Deutschen weit zurückwarfen.

Timo Glock

Timo Glock beim Boxenstopp: Links vorne gab es ein folgenschweres Problem...

"Im Rennen hatten wir meiner Meinung nach ein recht ordentliches Tempo", berichtet Glock. "Ich lag erst hinter Jarno Trulli, holte ihn dann ein und überholte ihn schließlich an der Box. Leider saß das linke Vorderrad nach dem Boxenstopp lose, sodass ich nach einer sehr langsamen Runde noch einmal hereinkommen musste. Leider war ein Teil der Aufhängung beschädigt worden."

D'Ambrosio meistert sein Debüt mit Bravour

"Das konnten wir allerdings reparieren und ich konnte das Rennen immerhin noch einmal aufnehmen", erläutert der Formel-1-Routinier. "In den ersten Runden war es okay, dann stellten sich aber viele Vibrationen ein. Ich konzentrierte mich daher einfach darauf, das Rennen zu beenden. Unterm Strich war es etwas enttäuschend. Immerhin brachten wir beide Autos über die Linie und waren zuverlässig."

"Ich startete gut und fühlte mich wohl im Auto." Jerome D'Ambrosio

Für Teamkollege Jerome D'Ambrosio stand indes die Eingewöhnung in der Formel 1 auf dem Programm. "Ich freue mich sehr darüber, dass ich mein erstes Formel-1-Rennen beenden konnte. Ich startete gut und fühlte mich wohl im Auto, obwohl ich dachte, dass ich ein bisschen schneller hätte sein können - vor allem zum Ende des Rennens", gibt der belgische Rennfahrer zu Protokoll.


Fotos: Marussia-Virgin, Großer Preis von Australien


"Das Wichtigste war aber ohnehin, die Distanz zu meistern. Das verschafft mir viel Erfahrung, die mir in den kommenden Rennen zugute kommen sollte. Ich möchte mich beim Team für die perfekte Arbeit an diesem Wochenende bedanken", sagt der 25-Jährige. "Wir hatten eine produktive Zeit und werden die gelernten Lektionen beim Grand Prix in Malaysia umsetzen. Hoffentlich geht es dort voran."

Marussia-Virgin gratuliert Witali Petrow zu Rang drei

Teamchef John Booth zieht ebenfalls ein positives Fazit und blickt optimistisch nach vorne: "Zunächst einmal dürfen wir zufrieden sein, dass wir unser Ziel erreicht und beide Autos ins Ziel gebracht haben. Um den nächsten Schritt zu machen, müssen wir unsere Streckenzeit maximieren und möglichst viele Daten für unser Entwicklungsprogramm sammeln", erläutert der Brite im Albert Park von Melbourne.

"Ich bin zuversichtlich, da wir eine sehr vielversprechende Zuverlässigkeit an den Tag legten." John Booth

"Ich bin zuversichtlich, da wir eine sehr vielversprechende Zuverlässigkeit an den Tag legten. Das Problem bei Timos Rad ist enttäuschend, denn seine Fortschritte auf der Strecke wurden durch einen Folgeschaden eingebremst", hält der Marussia-Virgin-Teamchef fest. "Jerome zeigte eine tolle Leistung bei seinem Debüt. Er kann stolz darauf sein, was er an diesem Wochenende erreicht hat."

"Zum Schluss möchte ich dem gesamten Team für seinen großen Einsatz beim Saisonauftakt gratulieren", meint Booth. Rennstall-Anteilseigner Nikolai Fomenko ergänzt: "Glückwunsch an Witali Petrow zu seiner großartigen Fahrt. Er ist der erste russische Rennfahrer auf dem Formel-1-Podium. Es ist ein großer Tag für Russland - und ein großer Schritt in Richtung des ersten Russland-Rennens."

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