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Marko kontert Journalisten: Habt Tsunoda "nicht aussprechen können"

Wo wäre Max Verstappen gelandet, wenn er in Bahrain nicht im Red Bull, sondern im AlphaTauri gesessen wäre? Helmut Marko versucht sich an einer Antwort ...

(Motorsport-Total.com) - AlphaTauri war bei den Wintertests und am ersten Rennwochenende 2021 in Bahrain eine der positiven Überraschungen, was die Performance betrifft. Mit P5 und P13 im Qualifying und zwei WM-Punkten durch Yuki Tsunoda konnte diese Performance aber noch nicht in das erhoffte zählbare Ergebnis umgesetzt werden.

Max Verstappen, Pierre Gasly

Max Verstappen vor Pierre Gasly am ersten Rennwochenende in Bahrain Zoom

Was die Frage aufwirft: Was hätte Red-Bull-Superstar Max Verstappen wohl in einem AlphaTauri erreicht? "Ich würde sagen, dass Max im Qualifying sicher noch zwei, drei Zehntel rausgequetscht hätte", erklärt Helmut Marko in einem Interview, das auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de in voller Länge gesehen werden kann. Aber: "Er wäre sicher nicht auf Pole gewesen."

Davon abgesehen, dass solche Gedankenspiele zwar spannend zu diskutieren, aber natürlich nicht mit Sicherheit beantwortbar sind, wäre Verstappen laut Markos Rechnung mit drei Zehntelsekunden Abzug zur Zeit von Pierre Gasly auf dem dritten Startplatz gestanden - eine halbe Sekunde hinter seiner eigenen Pole-Zeit im Red Bull und zwischen den beiden Mercedes-Piloten.

Doch AlphaTauri hat kein Fahrerproblem. Mit Gasly hat das Team aus Faenza einen schnellen Mann, der in seiner vierten vollen Formel-1-Saison bereits einen gewissen Erfahrungsschatz mitbringt; und mit dem japanischen Rookie Tsunoda einen Rohdiamanten, dem Teamchef Franz Tost sogar zutraut, eines Tages Weltmeister zu werden.

Auch Marko ist beeindruckt davon, wie Tsunoda "das angeht, wie der das Auto fliegen lässt. Zudem ist er ein charismatischer, lustiger Kerl in seiner kleinen Gesamterscheinung", spielt er auf die ideale Rennfahrerstatur mit gerade mal 1,59 Metern Körpergröße an. "Ich glaube, er ist für die Formel 1 sehr, sehr positiv. Wir sind sehr glücklich, dass wir ihn haben."

Egal, ob ihn Tost als kommenden Weltmeister hypt oder jemand auf seine Körpergröße anspielt: Tsunoda belasten "diese ganzen Aussagen rundherum ihn in keiner Weise", sagt Marko und ergänzt: "Der hat ein Selbstbewusstsein, das unglaublich ist. Den interessiert nur vorne fahren, der Schnellste zu sein."


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Den Medienhype um Tsunoda nach dessen starker Performance am Bahrain-Wochenende nutzt Marko aber zu einer (augenzwinkernden) Breitseite gegen die Journalisten: "Voriges Jahr habt ihr Tsunoda nicht einmal aussprechen können, habt nur über Schumacher gesprochen. Und jetzt plötzlich soll er schon nächstes Jahr im Red Bull Racing sein!"

Denn: Der Vertrag von Sergio Perez läuft am Saisonende aus, und sollte der Mexikaner die Erwartungen nicht erfüllen, wäre Tsunoda nach einer dann vielleicht positiv absolvierten Debütsaison bei AlphaTauri ein möglicher Nachfolger. Doch bei Red Bull scheint man aus den schnellen Beförderungen von Daniil Kwjat, Gasly und Alexander Albon ins A-Team gelernt zu haben.

Marko tritt beim Japaner erstmal auf die Bremse: "Warten wir ab. Wir haben das erste von 23 Rennen. Schauen wir, wie sich das entwickelt. Wir haben von Anfang an gewusst [...], dass wir da einen unglaublichen Rohdiamanten haben. Wir werden den nicht verheizen. Wir werden die Entwicklung anschauen und dann zeitgerecht unsere Entscheidungen treffen."

Das komplette Interview mit Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko gibt's on demand auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de zu sehen. Am besten gleich Kanal abonnieren und Glocke aktivieren, um kein neues Formel-1-Video mehr zu verpassen!

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