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  • 25.06.2015 · 17:06

  • von Dominik Sharaf

Mario Andretti: Rettung der Formel 1 kommt aus den USA

Der Weltmeister von 1978 ist Feuer und Flamme für ein mögliches Engagement des Stephen Ross und sieht in der US-Mentalität ein Heilmittel für die Serie

(Motorsport-Total.com) - Krise, wohin das Auge reicht: Die Formel 1 scheint einen Retter dringend nötig zu haben. Dass der Messias ausgerechnet aus den USA kommt, wo die Königsklasse seit Jahren um Akzeptanz kämpft und auf dem Medienmarkt die zweite Geige hinter der NASCAR-Serie spielt, scheint paradox. Doch Rennlegende Mario Andretti erkennt in seiner zweiten Heimat die richtigen Voraussetzungen: "In Nordamerika gibt es die Bereitschaft, Dinge möglich zu machen", erklärt er im Gespräch mit dem 'Guardian'.

Mario Andretti

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Hintergrund sind die Gerüchte um eine Übernahme von Formel-1-Anteilen des Mehrheitseigners CVC Capital Partners durch den Medienunternehmer Stephen Ross. "Ich kann nichts Negatives erkennen", stützt Andretti das mutmaßliche Vorhaben seines Landsmannes und findet: "Ein solides Investment würde dem Sport sicher Stabilität verleihen." Allerdings ist Ross nur einer von vielen vermeintlichen Geldgebern, die in den vergangenen Jahren gehandelt wurden. Meist zerschlugen sich ihre Pläne.

Übereinstimmenden Berichten der 'Financial Times' und 'Reuters' zufolge gibt es Überlegungen, nach denen ein Konsortium aus RSE Ventures und Qatar Sports Investments (QSI) an 35,5 Prozent der Formel-1-Anteile interessiert ist. RSE wird von Ross geführt. Unter der Leitung 75-Jährigen tritt unter anderem das American-Football-Team Miami Dolphins auf. Zum Portfolio gehört auch das portable TV-Gerät FanVision, das bis vor einigen Jahren an Formel-1-Rennstrecken verkauft und vermietet wurde.