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Mallya will sich einen indischen Hamilton züchten

Vijay Mallya möchte sich nicht nur um sein eigenes Team kümmern sondern in Indien auch mindestens ein hoffnungsvolles Talent finanziell unterstützen

(Motorsport-Total.com) - Vijay Mallya hat einen Traum: Er möchte Indien in der Formel 1 zu einer erfolgreichen Nation machen. Zwei wichtige Schritte hierzu sind bereits gemacht. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat der Austragung eines Großen Preises von Indien zugestimmt, in der Saison 2010 wird der erste WM-Lauf in Delhi stattfinden.

Vijay Mallya

Vijay Mallya wird mit dem Budget wohlüberlegt haushalten

Der indische Milliardär war einer der Strippenzieher im Hintergrund. Er kaufte sich vergangenes Jahr bei Spyker ein - damit steht in diesem Jahr erstmals ein indisches Formel-1-Team in der Startaufstellung. Nun bleibt abzuwarten, wie sich die 1,1-Milliarden-Einwohner-Nation mit der "Königsklasse des Motorsports" anfreundet und wie die Automobilhersteller von diesem enorm potenten Markt profitieren werden.#w1#

Mit Adrian Sutil hat Mallya einen deutschen Fahrer unter Vertrag. In Deutschland muss man sich seit dem Schumacher-Boom keine Sorgen um den Nachwuchs machen. Nach den Schumachers kamen mit Nick Heidfeld, Nico Rosberg, Adrian Sutil und Sebastian Vettel weitere viel versprechende Fahrer in die erfolgreichste Rennserie der Welt.

In Indien ist das anders. Zwar gab es schon einen indischen Formel-1-Piloten - Narain Karthikeyan fuhr 19 Grands Prix - die Auswahl ist aber dennoch beschränkt: "Kartfahren ist unter den indischen Jugendlichen sehr beliebt und wir haben auch einige Bahnen, aber wir müssen mehr Initiativen starten", erklärte Mallya am Donnerstag anlässlich der Pressekonferenz zur Vorstellung seiner Fahrer.

Der Geschäftsmann und Milliardär will seinen eigenen Beitrag zur Entwicklung des Motorsports in Indien leisten: "Ich denke, während des Jahres werde ich jeden unserer Fahrer einmal dazu bringen, mit indischen Nachwuchstalenten Kart zu fahren. Auf diese Weise können wir hoffnungsvolle Talente früh entdecken und fördern, damit wir eines Tages unseren eigenen Lewis Hamilton haben."

Der 52-Jährige hat "nichts gegen einen indischen Fahrer", wie er betont - aber man müsse erst einen "züchten". Auch Mallya kann nicht stur auf die Nationalität schauen, er muss für sein Team die besten Fahrer finden: "Sobald wir auf den Kartbahnen jemanden gefunden haben, der viel versprechend ist, werden wir all seine Kosten auf dem Weg nach oben übernehmen."

"Die Jungs spüren den Druck der Milliarde Menschen solange nicht, bis sie in Indien Superstars werden." Vijay Mallya

Das Team selbst ist in Indien noch recht unbekannt: "Die Jungs spüren den Druck der Milliarde Menschen solange nicht, bis sie in Indien Superstars werden. Wir alle hier und alle Mitarbeiter in der Fabrik in Silverstone sind sich über ihre Verantwortung im Klaren."

"Wir wissen, dass wir ein großes Land repräsentieren und dass uns viele Menschen auf die Finger schauen werden. Daher werden wir unser Bestes geben. Aber ich muss auch dazu ermahnen, dass man nicht zu viel von uns erwarten darf. Die Erwartungen müssen angemessen sein."

Das weiß auch Giancarlo Fisichella. Mit dem Römer hat das Team immerhin einen dreimaligen Grand-Prix-Sieger unter Vertrag nehmen können: "Giancarlo ist jemand, der schon für die besten Teams im Business gefahren ist", betont Mallya. "Seine Erfahrung und seine Fähigkeit, dem Ingenieursteam zu assistieren, waren Schlüsselfaktoren, die für ihn gesprochen haben."

Auch wenn Mallya gut betucht ist, wird er seine Schatulle nicht ausleeren, um das Team nach vorn zu bringen: "Wir werden unser Geld wohlüberlegt ausgeben, und zwar so viel wie nötig. Wir sind nicht ein multinationaler Konzern, der ein Budget hat und dies um jeden Preis zum Fenster raus schaufeln muss, damit am Jahresende nur ja nichts mehr übrig ist. Nein, wir werden so viel ausgeben, wie es die Situation erfordert, um die gewünschten Resultate zu erreichen."

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