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Magnussen sauer: Selbst der Papst hatte ein Renault-Angebot

Fehlende Wertschätzung durch das Team: Kevin Magnussen erklärt, warum er in der Formel 1 ein Angebot von Renault abgelehnt hat und lieber zu Haas geht

(Motorsport-Total.com) - Kevin Magnussen hat sich aus freien Stücken zum Weggang von Renault entschieden - trotz eines Vertragsangebots für die Formel-1-Saison 2017. Da er jedoch eine fehlende Wertschätzung durch das Team empfand, lehnte er das Angebot ab. "Es war meine Entscheidung. Ich hatte ein Angebot, aber es war nicht so gut, dass ich es annehmen konnte", sagt Magnussen, der 2017 nun zu Haas wechseln wird, im Vorfeld des Grand Prix von Brasilien in Sao Paulo.

Kevin Magnussen

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Dem Dänen stößt sauer auf, dass er bei Renault nicht erste Wahl war und dass das Team ihm nur einen weiteren Einjahresvertrag geben wollte. "Wenn sich Renault klar zu mir bekannt hätte und mir einen längeren Vertrag angeboten hätten, hätte ich mir das vielleicht ernsthaft überlegt", sagt er. "So hatte ich aber das Gefühl, dass sie nicht zu mir stehen."

Denn während der Vertragsverhandlungen habe ihn das Team hingehalten und parallel noch mit einigen anderen Fahrern verhandelt. "Es hat so lange gedauert, und sie haben mit so vielen Fahrern gesprochen. Irgendwann hatte selbst der Papst ein Angebot von ihnen", redet sich Magnussen den Frust von der Seele. "Das war für mich sehr unglücklich, daher war es besser zu gehen."


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Der Schritt, aus freien Stücken ein Werksteam zu verlassen, darf durchaus als ungewöhnlich bezeichnet werden. Dennoch ist Magnussen davon überzeugt, dass er auch aus sportlicher Sicht mit dem Wechsel zu Haas die richtige Entscheidung gefällt hat.

"Ich denke, wir werden konkurrenzfähig sein. Das sagt mir zumindest mein Gefühl", so der Däne, der sich 2017 für die schwierige Saison 2016 rehabilitieren will. "Ich will zeigen, was ich wert bin, und dass ich einen guten Job machen kann. Und das sollte nächstes Jahr möglich sein", ist Magnussen überzeugt.