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  • 15.11.2015 · 20:41

  • von Dominik Sharaf

Lotus: Maldonado werden raue Sitten zum Verhängnis

Eine tolle Aufholjagd von Romain Grosjean wird in Sao Paulo mit WM-Punkten belohnt - Pastor Maldonado muss für seine Strategie und einen Rempler büßen

(Motorsport-Total.com) - Auf einen verkorksten Samstag folgte für die Lotus-Mannschaft ein gelungener Rennsonntag beim Brasilien-Grand-Prix in Sao Paulo. Romain Grosjean holte als Neunter zwei WM-Punkte, Pastor Maldonado schlitterte als Elfter knapp an Zählbarem vorbei. Das hatte auch damit zu tun, dass der Venezolaner seinen Sauber-Konkurrenten Marcus Ericsson auf die Hörner nahm und dafür von der Rennleitung eine Fünf-Sekunden-Strafe kassierte - sowie im Nachgang auch noch einen Strafpunkt.

Pastor Maldonado

Pastor Maldonado zeigte sich einmal mehr von seiner unbequemen Seite Zoom

Grosjean zeigt sich nach einem Rennen mit vielen Überholvorgängen zufrieden, zumal er noch im Qualifying mit einer versagenden Bremse keine Chance hatte, über Startplatz 14 hinauszukommen. "Es war ein gutes Rennen und es hat Spaß gemacht. Ich habe gut gekämpft und unsere Strategie war aggressiv. Nach einem schwierigen Wochenende ist das befriedigend", findet der Franzose.

Er setzte - im Gegensatz zu Maldonado, der nur zweimal Reifen wechselte - eine Dreistoppstrategie um. Bei seinen zahlreichen Manövern hätte er von der Mercedes-Power im Heck seines Lotus profitiert, unterstreicht Grosjean und spielt auf die Terroranschläge in seinem Heimatland und an seinem langjährigen Wohnort Paris an, wenn er bilanziert: "Ein emotionales Wochenende."


Fotostrecke: GP Brasilien, Highlights 2015

Maldonado, der als einziger Pilot im gesamten Feld auf der Medium-Reifenmischung gestartet war, wurde mit dem langsameren Pneu zunächst durchgereicht, holte jedoch im zweiten Stint mit den Softs wieder auf. "Am Ende haben wir uns dann wiederum mit den härteren gegen diejenigen mit den weicheren und frischeren Pneus verteidigt", erklärt er, warum er kurz vor Schluss den zehnten Platz noch ohne große Gegenwehr an den heranstürmenden Max Verstappen abgeben musste. Co-Teamchef Federico Gastaldi weiß, dass Maldonado einmal mehr seine rauen Sitten im Zweikampf im Wege standen: "Ohne die Strafe wäre mindestens Zehnter geworden. Das ist frustrierend."

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